Alle Details zu unserer Pyrenäen Route | #thepluses3

Wir fahren also mit dem GT-R an 14 Tagen knapp 4000km. Hierbei sind die Anreise in die Pyrenäen und die Rückreise nach Köln natürlich mit eingerechnet. Da diese Wege (jeweils 2 Tage) jedoch nicht wirklich zur eigentlich spannenden Hauptroute zählen, starte ich die Zeitreichnung bei -2 Tagen. Entsprechend fahren wir an Tag 1 dann in die Pyrenäen los. Wenn ihr möchtet, könnt ihr vorher noch etwas zur Technik des GT-R oder zum Thema Reisen mit Kind lesen. Ansonsten viel Spaß mit der knappen Routenbeschreibung.

Tag -2 / Tag -1 (19.07./20.07.): Von Köln über Lyon nach Perpignan.

Die Anreise führt uns vermutlich bereits am 19.07. und 20.07. einmal quer durch Frankreich. Die Autobahnmaut dürfte rund 70€ betragen und das Geschwindigkeitslimit unseren Durchschnittsverbrauch für den gesamten Trip nach unten ziehen. Außer diesem einen Punkt gibt es nichts Positives über die Anreise zu berichten. Das Motto wird sein: Schnell nach Lyon, dort übernachten und danach schnell weiter an’s Mittelmeer. Die Routenführung übernimmt dabei das Navi. Keine besonderen Waypoints.

Tag 0 (21.07.): Durchatmen vor dem Start in Perpignan.

Nach aktuellem Stand werden wir also einen Tag früher als geplant starten. Allerdings auch nur um einen kompletten Tag (21.07.) am Campingplatz in Perpignan zu haben. So können wir uns von den zwei Tagen Autobahn erholen und uns mental auf die Pässe vorbereiten. Hier wird dann auch Sebastian mit Katrin zu uns stoßen. Und hier werde ich (genauso wie ihr) erfahren, mit welchem Fahrzeug er die Pyrenäen bezwingen wird.

Tag 1 / Tag 2 (22./23.07.): Von Perpignan nach Pas de la Casa und von dort nach La Guingueta d’Àneu.

Bereits am ersten Tag erwartet uns einer der längsten Streckenabschnitte. Der Grund hierfür ist, dass es vor dem gewählten Zielort kaum Übernachtungsmöglichkeiten gibt (außer in Ax-les-Thermes) und wir es eigentlich bis Andorra schaffen wollen. Entsprechnd ist die erste Übernachtung dann direkt hinter der Grenze zu Andorra. Schon auf diesem Streckenabschnitt fällt ein extrem hoher Pass an, der Col de Paillères mit 2.001m.

Nachdem wir dann quasi direkt vor der Haustür des höchsten Passes der Pyrenäen übernachtet haben, starten wir am zweiten Tag sofort mit der Bezwingung des Port d’Envalira (2.407m). Er ist nicht nur der höchste Pass der Pyrenäen, sondern auch die höchste ganzjährig befahrbare Straße Europas. Weitere Pässe erwarten uns an diesem Tag nicht. Der Zielort des Tages ist direkt an einem See gelegen und sollte uns damit eine angenehme Nacht bieten.

Pässe:

  • Col de Paillères
  • Port d’Envalira

Tag 3 / Tag 4 (24./25.07.): Von La Guingueta d’Àneu nach La Seoube, von dort nach Arcizans-Avant

An Tag 3 fahren wir über den Port de la Bonaigua (2.072m), der auf der europäischen Hauptwasserscheide liegt. Bedeutet: Während vorher alle Wasserquellen, an denen wir vorbeigekommen sind, in das Mittelmeer entwässer haben, fließen ab hier alle Gewässer in den Atlantik. Danach kommen noch der Col du Portillon mit 1.293m, der Col de Peyresourde mit 1.563m und der Col d’Aspin mit 1.490m. Erwähnenswert ist der Col de Peyresourde, da er der erste Pass war, der 1910 von der Tour de France befahren wurde.

Nach der Übernachtung in La Seoube gilt es an diesem Tag nur den Col du Tourmalet zu bewzingen. Er ist mit 2.270m der höchste Pass der französischen Pyrenäen. Am Ende des Tages fahren wir auf einen Campingplatz in Arcizans-Avant, der für zwei Nächte unser Hauptquartier darstellt.

Pässe:

  • Port de la Bonaigua
  • Col du Portillon
  • Col de Peyresourde
  • Col d’Aspin
  • Col du Tourmalet

Tag 5 (26.07.): Lourdes und der Port du Boucharo.

Der fünfte Tag dürfte etwas entspannter werden. Während wir uns Vormittags den Port du Boucharo vornehmen, werden wir den Nachmittag und Abend in Lourdes verbringen.

Beim Port du Boucharo handelt es sich um einen Felskessel auf 2.270 Metern Höhe. Bedeutet: Anfahrt und Rückfahrt sind identisch, es geht auf der anderen Seite nicht runter. Neben 1.700 Meter hohen Wänden rund um den Kessel gibt es hier noch die über 400 Meter hohen Gavarnie-Wasserfälle zu bewundern.

Lourdes müssen wir uns einfach ansehen, da diese Stadt wohl einer der bekanntesten Wallfahrtsorte Europas ist. Weitere Details gibt’s wenn wir dort sind.

Pässe:

  • Port du Boucharo

Tag 6 / Tag 7 (27./28.07.): Von Arcizans-Avant nach Formigal, von dort nach Isaba

An diesen zwei Tagen fahren wir „U“-förmig einmal von Norden nach Süden und dann parallel dazu auf der anderen Seite eines Gebirgsmassivs wieder von Süden nach Norden.

Am 6. Tag überqueren wir den Col du Soulor (1.474m), den Col d’Aubisque (1.709m) entlang einer steilen Felswand und den Col du Pourtalet (1.794m), der direkt auf der Grenze zwischen Frankreich und Spanien liegt.

Nach der Übernachtung befahren wir den Col du Somport (1.632m), der zum Jakobsweg gehört. Vielleicht werfen wir einen Blick auf die Ruinen des alten Pilgerhospitals Santa Cristina de Somport aus dem 11. Jahrhundert. Es folgt der Col de la Pierre Saint-Martin, 1.760m. Das Kartsgebirge, das wir hier durchfahren, beherbergt ein ausgedehntes Höhlensystem. Die riesige Salle de Verna misst 260 × 250 × 180 Meter.

Pässe:

  • Col du Soulor
  • Col d’Aubisque
  • Col du Pourtalet
  • Col du Somport
  • Col de la Pierre Saint-Martin

Tag 8 (29.07.): Von Isaba nach Biarritz

Hier beginnt der Endspurt unserer Pyrenäenreise. Von Isaba aus stürmen wir auf den Atlantik zu. Dabei überqueren wir noch als kleine Appetithäppchen den Port de Larrau (1.573m), den Col Bagargui (1.327) und den Col de Burdincurutcheta (1.135m). Wie man an den Höhenangaben erkennt, nähern wir uns dem Meereslevel beständig an und haben es einige Kilometer nach dem Burdincurutcheta mit der Ankunft in Biarritz auch erreicht.

Pässe:

  • Port de Larrau
  • Col Bagargui
  • Col de Burdincurutcheta

Tag 9 / Tag 10 (30./31.07.) Biarritz und Pamplona

Einen Tag werden wir nach der langen Tour durch die Berge einfach benötigen, um wieder Kräfte zu sammeln und weiteres Material zu filmen. An einem der beiden Tage wollen wir auch unbedingt nach Pamplona (etwas mehr als eine Stunde fahrt) und uns die spanische Stadt ansehen. Die Entspannung benötigen wir auch, denn an den folgenden zwei Tagen gilt es wieder fast 1.300km Autobahn abzuspulen.

Tag 11 / Tag 12 (01./02.08.) Rückreise Biarritz nach Köln

Am Sonntag sollten wir nach einer Übernachtung irgendwo im Herzen Frankreichs wieder wohlbehalten in Köln ankommen.

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Die Vergangenheit:

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Die Beteiligten:

Blog: Sebastian Bauer von passiondriving.de
Blog: Can Struck von driversgroove.com
Video: Cinephiles Köln
Musik: Theo P. Lewis

 

Bildquelle: Can Struck / Driver’s Groove