Mercedes-Benz-Neue-S-Klasse-2013-Alicia-Keys

Das Highlight der neuen Mercedes-Benz S Klasse (W222) ist eindeutig der Innenraum

Mercedes-Benz neue S-Klasse Premiere 2013, Auftritt Alicia Keys

Ihr wisst, dass ich an sich auf die exotischeren Autos stehe. Doch ein Fahrzeug wie die neue S Klasse von Mercedes hat auch seine Reize. Allerdings interessiert mich da das Äußere kaum. Es geht um die inneren Werte. Oder etwas unmißverständlicher: Um den Innenraum. Denn dort wirft ein Hersteller wie Mercedes mit den Innovationen um sich und hat bei einer extrem wichtigen Neuvorstellung wie der S-Klasse die Möglichkeit, die Technik im Innenraum auf den neuesten technischen Stand zu bringen.

So habe ich mich über die ersten Fotos der anderen Blogger vom Innenraum und den dort versteckten Gimmicks gefreut. Ich finde es gerade auch aus Sicht eines Designers total aufregend wie mit Screendesign, Tastendesign und ganz besonders Usability umgegangen wird. Ich bin ein Freund von wenigen Tasten bei gleichzeitig wenig bis kaum ansteigender Umständlichkeit der Bedienung.

Da habe ich auch gleich ein Beispiel parat: Der Lexus GS450h, den ich aktuell Teste, hat ein riesiges Display – ein gewaltiges Display !! – wie ich es bei bisher keinem anderen Fahrzeug bewundern durfte (tja, und schon kommt die S-Klasse in den Hangar gefahren). Außerdem auch wenig Tasten und ein schönes Dashboard-Design. Doch eines hat mich in den Wahnsinn getrieben: Ich wollte die ganze Zeit die Staumeldungen des Radios abschalten. Denn nach jeder Meldung hat mein zum Abspielen von Musik per Bluetooth gekoppeltes Handy den aktuellen Track wieder von vorne abgespielt (auch strange). 30 Minuten habe ich während der Fahrt nach dem “TP”-Button gesucht (bitte nicht nachmachen) und nicht gefunden! Ich würde es ja direkt beim Radio vermuten. Oder eine kleine Taste an der Mittelkonsole. Oder bei den Audioeinstellungen. Oder von mir aus bei den grundlegenden Einstellungen und bei Stauinformationen. Dort findet man auch einen Menueintrag zu “TP” – allerdings lässt sich dort nur einstellen, ob der Sender automatisch gewählt werden soll. Hmm. Das nur zum Thema “weniger ist mehr” – es klappt nicht immer. Wie sich das bei der neuen S-Klasse verhält, werde ich wohl austesten müssen, irgendwann.

Mercedes-Benz neue S-Klasse Premiere 2013, Inneraum Armaturenbrett

Die S Klasse zählt übrigens zu den Fahrzeugen, mit denen man sich stundenlang beschäftigen kann, ohne auch nur einen Kilometer zu fahren. Massagefunktionen, Klapptische wie im Flugzeug für die Fondpassagiere, Burmester Audioanlage (lecker!)… und eben zwei riesige Displays für Entertainment und Armaturenbrett. Richtig – wie bei Jaguar sind Drehzahlmesser und Tacho nur noch digital. Ich träume da von Dingen wie einem Tacho mit automatisch wechselnder anderer Skalierung für Stadtfahrten (70km/h dort, wo sonst 230km/h steht) oder ähnliches. Ein wie ich finde wichtiger und richtiger Schritt hin zur “customizable driving experience”. Und große Displays lassen schon viel zu lange auf sich warten. Das Design der Displayansichten ist im Mercedes-typischen Gold/Schwarz gehalten.

Mein absolutes Minihighlight beim Blick auf die Armaturen: Die Tankanzeige in Prozent. Kleine Sache, ich weiss. Aber wenn ich mir vorstelle wer da wieviel Überzeugungsarbeit leisten musste um so eine Änderung in einem Unternehmen wie Mercedes umgesetzt zu bekommen… Somit erhält man über den Tankinhalt dieselben Infos, die man sonst von Smartphone und Tablet kennt. Und der Tank wird zum Pseudoakku.

Mercedes-Benz neue S-Klasse Premiere 2013, Inneraum Fond

Grundsätzlich gefällt mir das schwungvolle Design des Armaturenbretts sehr. Es geht in eine neue Richtung und wirkt wirklich konsequent und edel. Das eckige Design des aufgesetzten Displayträgers und darunter die Anordnung der Tasten unter den Lüftungsdüsen beisst sich auf den ersten Blick, doch wird gerade dadurch die Gestaltung sehr eigenständig. Und glaubt mir – das Lenkrad mit der wulstigen Unterkante und dem eingelassenen Logo hat eine ziemlich große Auswirkung auf das Gesamtbild. Stellt euch einfach mal das Foto vom Armaturenbrett mit dem “normalen” Mercedes-Volant vor.

Die auf den Pressefotos nicht gezeigte, aber bei den Bildern von der Premiere zu sehende Rauten-Steppnaht des Leders auf dem Dashboard passt wunderbar ins Bild (warum eigentlich nicht diese Steppnaht angedeutet als Hintergrundbild des Displays fortsetzen) und setzt die S-Klasse auf Yacht-Niveau was das Finishing angeht.

Ich bin sehr gespannt auf die ersten Videos von der Benutzerführung, bis dahin kann ich euch ein Video von der spektakulären Einfahrt der S-Klasse in den Airbus-Hangar ans Herz legen. Außerdem die Artikel einiger Blogger, die vor Ort sein konnten:

Jens von Rad-ab kommentiert die Pressemitteilung und hat ein paar Fotos parat

Markus vom Mercedes-Benz Passion Blog liefert Detailaufnahmen der neuen S-Klasse (darunter auch Aufnahmen von der Tankanzeige in % und ein paar Fotos bei denen die hochauflösende Darstellung gut rüberkommt)

Mario schreibt bei autoaid über die neue S-Klasse

Bildquelle: Daimler AG, 2013
facebooktwittergoogle_pluspinterestfacebooktwittergoogle_pluspinterest

4 Responses to “Das Highlight der neuen Mercedes-Benz S Klasse (W222) ist eindeutig der Innenraum”

  1. Michael

    Kleine Anmerkung: der Vorgänger W221 hatte auch ein Display, statt Tacho. Dort wurde unter anderem das Nightvision-Bild eingeblendet und die Geschwindigkeit nur noch in einer kleinen Balkenanzeige.

    Außerdem ist die Grundfarbe nicht Gold/Schwarz sondern Silber/Schwarz, wie auch im E-Facelift und im C ab Modelljahr 2013.

    Gruss, Michael

    Antworten

Hast du eine Meinung dazu?