Endlich wird in Köln-Widdersdorf geblitzt.

Hach, was für ein freudiger Moment. In Köln Widdersdorf wird geblitzt. Sogar direkt vor unserer Haustüre! Supergeil. Und wenn ihr meint, das sei Sarkasmus, muss ich euch leider enttäuschen: Ich bin wirklich, wirklich, wirklich glücklich darüber!
Denn auf unserer Straße wird gerast. Selten sind die Fahrer mit unter 50 Sachen unterwegs. Dabei gibt es einen Kreisverkehr nach dem nächsten und davor, dahinter jeweils schlecht einsehbare Zebrastreifen. Wem bewusst ist, wie viele Kinder hier leben, sollte es eigentlich besser wissen.

Mamas und ihre schnellen Autos.

Ist aber nicht so. Denn die meisten Fahrer, die deutlich zu schnell unterwegs sind, sind Mamas, die mit ihren SUVs die Kinder von einer der Schulen direkt an der Straße abholen. Sie haben es eilig. Immer. Morgens, Nachmittags. Der ganze Stress und so. Teilweise habe ich die Autos schon gefühlt im Heck hängen, wenn ich in unsere Tiefgarage abbiege. Kommt ja so plötzlich. Weil ich 30 fahre und das jedem zu langsam ist. Rückwärts/Seitwärts dort parken, wo der Blitzer auf dem Foto steht? Vergiss es! Jedes dritte Mal fährt jemand hinter mir so dicht, dass ich nicht einparken kann ohne dass er/sie ein Stück zurücksetzt. Wozu das Ganze? Ist es echt zuviel verlangt angemessen zu fahren?

Privatstraße Unter Linden, Köln.

Tatsächlich handelt es sich bei der Straße „Unter Linden“ um eine Privatstraße. Sie gehört (noch) der Firma Amand, die hier die komplette Planung des Stadtteils übernommen hat. Bei Übergabe an die Stadt soll das Tempolimit von 30 auf 50 km/h erhöht werden. Dagegen gab es bereits eine Petition und Gespräche (3. Überschrift).
Denn besonders, dass die Straße schnurgerade ist und die Fahrtrichtungen getrennt sind, führt dazu, dass schnell gefahren wird. Man kann die Gefahr ja abschätzen. Und wenn die Autos jetzt mit 50 durchpfeifen und es kaum schaffen vor dem Zebrastreifen zu halten, wird das bei einer Erhöhung auf 50km/h dazu führen, dass 70 gefahren wird.
Ich hätte heute gerne gezählt, wie oft der Blitzer auslöst. Und mir jedes Mal ins Fäustchen gelacht.