Fahrbericht Mercedes-AMG C63s Coupé

[vc_row][vc_column width=“1/1″][mashshare][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

Aber ein Gedanke bleibt mir bis zuletzt erhalten: Mein liebes Coupé… was wäre, wenn man dir einen Biturbo V8 einpflanzt? Den V8, den ich bei deinem Limousinen-Bruder kürzlich erfahren durfte? Und meine Kapillargefäße in den Fingern fangen an zu vibrieren. Denn sie wissen, wohin die Reise jetzt geht.

So endete neulich mein Artikel zum leistungsschwächeren Bruder des AMG-Coupés, dem C300 Coupé. Wohin die Reise ging? Die Reise führte mich mit dem C300 zu einem wahrgewordenen Männer-Spielplatz-Traum: Zum Ascari Race Resort und zum Mercedes-AMG C63s Coupé.

Weit im Süden Spaniens in der Provinz Málaga gelegen hat sich hier die britische Sportwagenschmiede Ascari mit einem rund 5,4km langen Asphaltband auf dem fahlroten Erdreich verewigt. Die Vorfreude war entsprechend groß – gerade da ich kurz vorher für zwei Wochen die Limousine fahren konnte und somit eine doch recht genaue Vorstellung davon hatte, was mich auf der Rennstrecke erwartet.

Die nächsten knapp zwei Stunden standen ganz im Zeichen von fauchenden V8-Motoren, eine explosiven Gemisch aus Geruch nach strapaziertem Gummi und heissen Bremsen, lautstark knacksenden Motoren und Lüftern, die auf Hochdrehzahl laufen.

Auf der Rennstrecke mit diesem steroidifizierten doppelbeturboten V8 das gesamte Drehzahlband zu verwenden um im Race-Setting hinter jeder Kurve das Heck ein kleines Bißchen im Ausfallschritt nachzuführen und auf der Geraden jedes km/h herauszuquetschen ist eine Tagesbeschäftigung, die ich nur zu gerne in meinen Alltag aufnehmen würde. Es ist der Ritt in einer Höllenmaschine, die eine gefährliche Gratwanderung am Rande des Wahnsinns vollführt, und es ist ein Erlebnis, welches das eigene jämmerliche Leben im Schnelldurchlauf vor dem eigenen Auge vorbeiziehen lässt während sich die ganze Zeit die Frage stellt: An welcher Stelle in diesem Leben wurden die Weichen gestellt, dass ich hier gerade unterwegs bin und an welcher Stelle muss ich die Weichen stellen (oder die Zeichen erkennen), um vom C63s zu endlosen Runden auf dem Ascari Race Resort gezwungen zu werden. Bitte, ich will!

Hinterher bleibt eigentlich beim Blick über die Schulter auf die zwei Reihen C63s Coupés in der Boxengasse, einmal in Mattsilber und einmal in Blau, eine große Last aus Wehmut, Ehrfurcht und Trauer zurück. Keine unbeantworteten Fragen, keine Zweifel. Nur die Erkenntnis, dass ich lange nach Vergleichbarem suchen werde.

Eine erholsame Nacht im Hotel später erwartet mich das C63s Coupé ein letztes Mal. Einen letzten Ritt zurück zum Flughafen dürfen wir bestreiten. Danke. Und diese Fahrt wird unvergesslich. Warum? Darum:

Es ist acht Uhr morgens am Samstag. Die Sonne hat sich gerade erst über den Horizont bequemt. Wir befinden uns nahe Estepona. Die Route führt uns auf indirektem Wege nach La Cala de Mijas. Indirekt insofern, dass es nicht einfach an der Küste entlang geht, sondern stattdessen durch die Berge. Rund um den Nationalpark Sierra de las Nieves bietet sich uns ein gewaltiges Portfolio aus Traumstraßen, die sich kaum in Worte fassen lassen.

Das Wetter spielt mit und lässt die goldene Sonne ungehindert zwischen den Sicken der Bergsilhouette hindurch lange Licht- und Schattenzonen definieren. Der schwarze Asphalt glänzt und spiegelt hier und da, wo sich gerade Sand oder Quarz befindet, das Sonnenlicht wieder. Vor mir drei weitere C63s Coupés in Designo Iridiumsilber Magno. Die Straße ist komplett leer, noch sind um diese Uhrzeit keine Spanier unterwegs. So schlängelt sich unser Zug begleitet von einem gewaltigen akustischen Crescendo immer weiter den Berg nach oben. Die Fahrbahn ist teils zweispurig in unserer Richtung, die Kurven überhöht und der Horizont das Ziel. Der seichte Wechsel aus Links- und Rechtskurven ist wie geschaffen, um das Auto einfach vorwärtspeitschen und sich selbst treiben zu lassen. Mit einem solchen Auto auf einer solchen Straße: Es ist schon ein ekstatisches Hochgefühl. Es ist aber auch der ideale Ort und die ideale Stimmung, um sich gebührend von dem Fahrzeug zu verabschieden und auf dem Rückflug einen neuen Eintrag auf der Bucketlist zu machen.

Bildquelle: Can Struck / Driver’s Groove[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][rev_slider_vc alias=“mercedes-c63s-coupe“][/vc_column][/vc_row][vc_row row_height_percent=“0″ back_color=“color-prif“ overlay_alpha=“50″ gutter_size=“3″ shift_y=“0″][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]

Fahrzeug: Mercedes-AMG C63s Coupé

Lackierung: Designo Iridiumsilber Magno
Felgen: 20″ AMG Schmiederäder Mattschwarz im Kreuzspeichen-Design
Polster/Leder: Leder Nappa AMG schwarz

Motor: 4l V8 Biturbo
Hubraum: 3.982 cm3
Leistung: 375 kW (510 PS)
Drehmoment: 700 Nm
Getriebe: AMG Speedshift MCT 7-Gang Getriebe
Antrieb: Hinterradantrieb
Beschleunigung 0-100 km/h: 3,9s
Höchstgeschwindigkeit Vmax: 290 km/h

Türen/Sitze: 3/4
Verbrauch kombiniert: 8,9 l/100 km
CO2-Emission: 209 g/km
Preis: ab 89.096,50 €[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]