Fahrbericht Opel Adam Slam 1.4: Mein Auto. Mein Leben.

Opel Adam Slam 1.4 2013 yellow: Teaser, Nike Vapor Flash Jacket

Chris konnte es nie leiden, wenn sich seine Eltern in sein Leben einmischen. Es ist ja nicht so, dass er sich nicht mit ihnen versteht. Immerhin sind sie seine Eltern. Aber er hat einfach eine andere Denkweise. Und die beiden werden nie verstehen, warum er die Dinge tut wie er sie tut. Und warum er denkt wie er denkt. Ist auch nicht weiter schlimm. Sein Vater hat ihm eh immer erzählt, dass es mit seinen Großeltern nicht anders war. Sein Vater war mit 18 zuhause raus. Eigenes Leben, eigene Verantwortung und kein müder Cent in der Tasche.

Opel Adam Slam 1.4 2013 yellow: Sneaker Schuboxen und Adam vor Kölner Dom

Bild oben: Nike Air MAX 1 „Safari Pack“, Nike AIR YEEZY 1 auf dem Stapel

Für Chris ist die Situation etwas anders. Er ist 22. Auch er ist vor ein paar Tagen zuhause rausgeflogen. Stress wegen dem Studium. Aber im Gegensatz zu seinem eigenen Vater hat sein Vater ihm 22.000 Euro in die Hand gedrückt und gesagt: „Mal sehen wie du damit klarkommst.“ Vermutlich hat er sich gedacht sein Sohn bezahlt damit die nächsten zwei Jahre sein Miete. Falsch gedacht! Wäre auch zu durchschaubar. Dafür sieht der Opel Adam einfach zu geil aus. Da kann man schlecht nein sagen, wenn man schon das passende Kleingeld hat. Also ab ins Autohaus und die knallgelbe Kiste geholt. In Style. Adam Slam. Und ein paar tausend Euro für Betriebskosten bleiben sogar übrig.

Die nächsten Wochen ist Chris Motto also: Leben wie ein König, in seinem Ein und Alles. In seinem Opel Adam Slam. Wenn es klappt, klappt’s. Wenn nicht gehts eben zurück nach Hause zu einem ernsthaften Gespräch. Danach ist alles wieder in Ordnung. Den Opel Adam behält er aber so oder so.

Opel Adam Slam 1.4 2013 yellow: Sneakerb0b auf Fahrerplatz, Sneakerzeitschrift, Nike Air Max 1 "Safari Pack"

Bild oben: Nike Air MAX 1 „Safari Pack“

Den Kofferraum voll mit Sneakern und mit einer Zahnbürste im Gepäck stellt er den Plan auf. Irgendwo muss er schlafen, irgendwo essen und irgendwo auch mal die anderen wichtigen Dinge des Lebens tun. Schlafen könnte schon mal problematisch werden. Man kann zwar die Rückenlehne der hinteren Reihe umklappen und könnte sich dann irgendwie da drin zusammenrollen, aber leider entsteht kein ebener Boden und spätestens nach der zweiten Nacht würden seine Knochen schmerzen. Egal, irgendwie geht’s bestimmt. Entweder die Beine müssen locker hinten raushängen oder der Beifahrersitz ganz nach hinten. Gewöhnungssache.

Opel Adam Slam 1.4 2013 yellow: Sneaker im Kofferraum

Bild oben: Nike Air MAX 1 „Safari Pack“

Wer nach diesen Softskills sucht, findet im Adam den perfekten Begleiter. Er sieht wirklich gut aus, um nicht zu sagen schick. Im Konfigurator kann man sich unendlich austoben und vieles an ihm wirkt nicht so, als ob es aus dem Standard-Hersteller-Regal gefischt und verbaut wurde sondern als ob es extra für ihn kombiniert wurde. Zum Beispiel der kleine rote Punkt, der Drehzahlmesser und Tachonadel auf der Skalierung begleitet. Oder die Klimaregelung, die im Automatikmodus keine Beschriftungen besitzt und beim manuellen Einstellen diese dezent einblendet. Sogar die Icons um die Drehregler sind anders als bei Anderen. Eine Ecke stylisher einfach! Je länger Chris mit dem Adam unterwegs ist, desto mehr solcher Details findet er. In der Schule haben ihn immer alle bewundert weil er seinen eigenen Style hatte. Er hat sich nie mit einer Notlösung zufrieden gegeben. Seine Noten waren nie besonders gut, aber der Respekt seiner Mitschüler war ihm sicher, einfach weil er penibel auch auf die ganz kleinen Details geachtet hat. Im Studium hat sich das alles ein wenig gewandelt. Ihm liegt eigentlich wirklich viel daran sein Studium erfolgreich abzuschließen, aber es fehlt im die Motivation. Er braucht eine Idee, wie er weitermachen soll. In Vorlesungen sitzen, immer kurz vor dem Einschlafen, kann es ja nicht sein. Sein Vater ist aus einer anderen Generation, der versteht das nicht. Vielleicht sollte er einfach Eindrücke aus dem Leben sammeln und sehen wohin ihn das führt. Mit dem Adam durch die Gegend brausen und einfach nur leben. So wie in „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf, auch wenn die beiden in der Geschichte einen alten Lada hatten.

Opel Adam Slam 1.4 2013 yellow: Adam von Vorne, A licky boom boom down cappy auf Armaturenbrett

Bild oben: Cappy von A Licky Boom Boom Down

Der Adam bietet was die technischen Belange angeht nichts ungewöhnlich außergewöhnliches. Der 1,4 Liter Benziner braucht stolze 12,3 Sekunden von Null auf Hundert, ist fast unhörbar und sorgt halt für Vorankommen, Emotionen keimen nicht. Zum Mitfahren im Verkehr taugt er allemal. Die Schaltung besitzt zwar kurze Wege, aber irgendwie vermisst man ab 120km/h einen sechsten Gang und muss sich in der Stadt dran gewöhnen, gerne mal alle Gänge der Reihe nach rauf- und runterzuschalten wenn man denn mit geringem Verbrauch fahren will und gleichzeitig flink vorankommen will. Die Gänge sind kurz abgestuft. Die Lenkung… Die Lenkung – ja, ein trauriges Kapitel beim Adam. Ultra leichtgängig, keinerlei Feedback oder Gefühl. Man ahnt nur gerade so wo man hinlenkt. Mit 130 Sachen tendiert man schnell zum rumeiern. Warum die Ingenieure dem Adam dann auch noch eine Citylenkung spendiert haben, die NOCH leichtgängiger ist und schon erschreckende Dimensionen annimmt was Abkoppelung des Fahrers vom Auto angeht, erschließt sich Chris so gar nicht. Direkt nach den ersten Minuten steht fest, dass die Citylenkung niemals aktiviert wird. Niemals! Dafür punktet der Adam beim Kapitel Fahrwerk umso mehr. Es kommt Freude auf! Chris kann gar nicht glauben wie sportlich er sich mit dem Adam in die Kurven legen kann. Seitenneigung: Null. Gripniveau: Sehr hoch! Am liebsten direkt fünfmal um den Kreisverkehr, nur weil’s Spaß macht. Hier merkt man, dass sich die Techniker dem Go-Kart-Feeling verschrieben haben. Kein Wunder, will man doch in der MINI-Zielgruppe wildern.

Aber diese Dinge sind für Chris zweitrangig. Wichtig ist: Er muss stylish aussehen, zu seiner Perönlichkeit passen. Möglichst ein Unikat, damit nicht jeder zweite Carsharing-Kleinwagen irgendwann genauso aussieht wie seiner.

Außerdem soll er clever sein. Vieles möglichst anders machen als alle Anderen.

Opel Adam Slam 1.4 2013 yellow: Im Kofferraum liegend, Nike Air Yeezy 1 und 2

Bild oben: Nike AIR YEEZY 2 am Fuß, Nike AIR YEEZY 1 am Boden

Der Berufsverkehr erwacht und erliegt, während Chris so in Gedanken versunken ist und immernoch ziellos durch Köln flitzt, hier und dort mal anhält um was zu essen oder seine Notdurft zu erledigen. Er holt sich am Kiosk ein Magazin und liest es entspannt in bester Rheinlage. Er bekommt das Gefühl am Puls der Stadt zu sein, immer einfach dorthin fahren zu können, wo gerade die Musik spielt. Abends ausgehen und danach direkt vor dem Club aufwärmen und schlafen? Kein Problem mit seiner mobilen Singlewohnung. Weibliche Begleitung und ein One-Night-Stand? Well… etwas problematischer. Aber warum den Teufel an die Wand malen. Die Frage stellt sich erst wenn es dazu kommt.

Opel Adam Slam 1.4 2013 yellow: Schnürsenkel Nike Air Max 1 "Safari Pack" binden, Cream White Felge Adam

Bild oben: Nike AIR MAX 1 „Safari Pack“

Und bis es Abend wird, kann Chris noch entspannt chillen und die Leute in der City beobachten, die im Gegensatz zu ihm alle irgendwann nach Hause fahren müssen. Musik hören ist für ihn neben dem Fahren das Wichtigste. Auch wenn der Adam in Sachen Klangqualität und Klangfestigkeit nicht das Maß der Dinge ist, so gestaltet sich die Bedienung des Entertainment-Systems verblüffend einfach. Vor allem weil es kompromisslos dem von Smartphones gewohnten Weg folgt. Vier Sensortasten unter dem Display in einer klavierlackschwarzen Oberfläche für Lautstärke lauter und leiser, Power und „Home“ reichen völlig aus, alles andere wird per Touchscreen erledigt. Sowohl die Auswahl der Quelle (AM, FM, DAB, USB, Aux IN, Bluetooth) als auch die Navigation durch Ordner geht leicht von der Hand, Befehle werden verzögerungsfrei umgesetzt. Daneben gibt es noch einen Bildbetrachter, eine Freisprechfunktion mit erfreulich guter Qualität und Apps. Hinter Apps versteckt sich die Einbindung eines Navis per Smartphone oder etwa TuneIn für Radiostreams. Ganz ehrlich: Von dem, was Opel hier im Adam vorführt, können sich viele Hersteller ein paar ganz dicke Scheiben abschneiden. Oder am Besten direkt das ganze kopieren. Für Leute wie Chris ist sowas schnell kaufentscheidend.

Opel Adam Slam 1.4 2013 yellow: Abend, Reisetasche vor Kofferraum auspacken

Bild oben: Nike Flyknit Racer „Multicolor“

Irgendwann muss es weitergehen, Chris steigt nochmal aus und vertritt sich die Beine. Irgendwie hat er alles richtig gemacht. Wer weiss welche Probleme er mit einer kleinen Wohnung hätte. Mit dem Adam hat er keine Nachbarn, die sich beschweren. Niemanden über sich, der Lärm macht. Und sollte jemand durchs Fenster reinsehen wollen, fährt er einfach irgendwohin, wo es niemanden gibt. Genau genommen sind die Nebenkosten sogar geringer als bei einer potentiellen Wohnung (ok, besser nicht auf den Quadratmeter Wohnfläche umrechnen) und es gibt keinen Platz in der ganzen Stadt an den er mit dem kleinen Flitzer nicht gelangen könnte. Ädäm ist ein passender Kosename. Wie „KITT! Ich brauch dich!“.

Sein Ädäm, sein Freund, sein Dach überm Kopf.

Opel Adam Slam 1.4 2013 yellow: Nike Flyknit Racer "Multicolor" Kühlergrill von Adam mit Spange

Bild oben: Nike Flyknit Racer „Multicolor“

Er liebt die Felgen, er liebt das Tagfahrlicht und die Heckbeleuchtung in geschwungener V-Form, manchmal Flügeln gleichend, manchmal aber auch ein wenig dem McLaren Logo. Er liebt auch das Adam-Logo an der C-Säule, wo das farblich abgesetzte Dach auf Glas trifft und sogar die kreisrunden Lampen hinten für die Nebelschlussleuchte und das Rückfahrlicht. Es ist eine Idee konsequent zuende gedacht. Und das macht den Adam besonders.

Opel Adam Slam 1.4 2013 yellow: Relaxen im Adam for Graphitti

Abends sucht er sich einen ruhigen abgelegenen Platz auf einem ehemaligen Fabrikgelände und macht es sich bequem. Aufregung pur. Es hat etwas von einem Abenteuer im Auto zu schlafen, heutzutage macht das kaum noch jemand. Die totale Stille im Inneren des Autos, das Gefühl einfach wegfahren zu können. Albträume hat man keine, wenn man im Auto schläft. Wenn er so drüber nachdenkt: Wann immer er einen Albtraum hatte, endete er damit, dass er sich in ein Auto flüchtete, die Türen verriegelte und wegfuhr. Immer. Vielleicht ist das der Grund warum er sich gerade so wohlfühlt.

Er und sein Adam. Jetzt schon untrennbar. Und morgen geht’s vielleicht nach Paris. oder doch Berlin? Warum eigentlich nicht.

Vielen Dank an Bob von sneakerb0b.de für die Kooperation. Bist der Beste!

P.S.: Diesmal ist es nicht gelogen wenn ich sage, dass es demnächst ein Video zum Opel Adam geben wird!
Edit 04.12.2013: Und hier das Video!

Fahrzeug,“Opel Adam Slam 1.4 ecoFLEX“
Motor,“1.398cm³ 4-Zylinder Benzinmotor“
Antrieb,“Frontantrieb“
Leistung/Drehmoment,“87PS (64kW) / 130Nm“
Beschleunigung 0-100 km/h,“12,5s“
Höchstgeschwindigkeit Vmax,“176 km/h“
Getriebe,“5 Gang Schaltgetriebe“
Türen/Sitze,“3/4″
Verbrauch kombiniert,“5,1l/100km“
Preis Testfahrzeug,“17.160,00 €“
Sonderausstattungen (Auszug),“Lackeriung Sunny Yellow, Interieur Color-Paket ‚Yellow‘, Fußraumteppiche Velours, Felgen in Cream White, Color-Innenrückspiegel, Radio IntelliLink mit 7 Zoll Touchscreen, DAB-Empfänger“

Opel Adam Slam 1.4 2013 yellow: Bewertung, Beurteilung, Testresultat, Review, Technische Daten

5 Antworten auf „Fahrbericht Opel Adam Slam 1.4: Mein Auto. Mein Leben.“

  1. Wow, Respekt. Ein fantastischer Bericht. Ob es „Chris“ nun wirklich gibt oder nicht. Der Artikel war eine wirklich schöne Abwechslung im gängigen Motorjournalismus. Passt perfekt zum Opel Adam. Und das die Fahrleistungen und die Lenkung nicht beeindrucken, ist nicht weiter verwunderlich.

    Eines passt aber garnicht zu dem sonst so „stylischen“ Bericht. Wenn „Chris“ schon ein Auto sucht, dass zu seiner Persönlichkeit passt und möglichst ein Unikat ist, warum trägt er dann nicht ebenfalls persönliche und einzigartige Nike Sneaker? Mit NIKEiD ( http://egoo.de/shops/anbieter/nikeid ) wäre das kein Problem und er könnte die Schuhe sogar passend zu seinem Adam gestalten. 😉

  2. Suuuuper dein Testbericht!! Leider hatte ich damals nicht soviel
    Geld erhalten um ein tooles Auto zu kaufen.
    Trotzdem hatte ich mit 18 eine geniale Zeit mit dem Golf 2, und gar
    nichtmal anders als „chris“ 😉
    Dein Bericht hat mich sehr an meine schöne Zeit damals erinnert. Am liebsten
    würde die whg verkaufen und in einem R8 leben.. Ach ja… :)))

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