Heimplanet The Cave – Das ultimative Zelt?

Seit 2011 bietet das kleine Unternehmen Heimplanet aufblasbare Zelte an und bietet damit ein Produkt, das es so sonst kein zweites Mal gibt. Auf unserem Roadtrip #thepluses3 durch die Pyrenäen konnten wir das Zelt ausgiebig testen.

Die Idee hinter dem Zelt begegnete mir erstmals vor einem Jahr, als Heimplanet ein Zelt zeigten, welches sich exakt an die Kofferraumöffnung eines Audi Q3 anschmiegt. Sofort war ich begeistert und schon damals hatte ich die Idee: Bei einem unserer Roadtrips sollte ich auf unser eigenes „klassisches“ Zelt – das ich übrigens aufgrund seiner Einfachheit und Robustheit liebe – von Vaude verzichten und stattdessen auf eines dieser innovativen Zelte von Heimplanet zurückgreifen.

Umso erfreuter war ich, als Heimplanet von der Idee nicht minder begeistert waren. Ich persönlich liebe campen und war sehr gespannt darauf, ob die völlig andere Herangehensweise an die Thematik „Zelten“ funktionieren würde.

Trockenübung.

Am Tag vor unserer Reise baute ich das Zelt am späten Abend noch schnell auf. Wer öfters campt weiss, dass man vorher sicherstellen sollte, dass das Equipment intakt ist. Ohne Bedienungsanleitung (aber nach Betrachtung des Heimplanet-Videos) packte ich das Zelt aus dem kompakten Rucksack aus, faltete es auseinander und sah mir die verschiedenen Anschlüsse an Pumpe und Zelt an. Nach kurzer Betrachtung war klar, was zu tun war: Ventil am Zelt zuschrauben, aber Deckel am Ventil offen lassen. Dann Adapter aufschrauben und mit einer 45-Grad Drehung die Pumpe an den Adapter anschließen.

Wenige Pumpbewegungen später stellte ich fest, dass die Luft noch irgendwo entweicht. Also einmal um das Zelt herum und alle Ventile suchen. Damit die Luft beim Wegpacken des Zeltes besser entweichen kann, befinden sich fünf Ventile verteilt an der Aussen-Struktur. Diese müssen alle fest verschlossen sein. Danach geht es deutlich schneller vorwärts.

Aufgrund des 5-Kammern Designs muss man ein wenig darauf achten, dass die Luft gut von einer zur nächsten Kammer gelangt. Sind die Verbindungsschläuche des IDG (Inflatable Diamond Grid) zum Beispiel geknickt, funktioniert das Aufstellen des Zeltes nicht so gut. Doch wenn man das im Hinterkopf hat, ploppt das gesamte Zelt nach gerade mal ca. 10 Pumpbewegungen schlagartig nach oben und steht. Aufbau: Fertig!

Zum Verstauen des Zeltes muss man nur einmal um das Zelt herum gehen und die Ventile öffnen. Wenige Sekunden später kann man es zweimal längs falten und wieder zurück in den Rucksack packen. Abbau: Fertig!

Erste Erfahrungen und Lehren.

Nach diesem ersten Test wurde es in Perpignan am Mittelmeer ernst. Zelt wieder ausgepackt und auseinandergefaltet. 5 Ventile verschlossen. Die Röhren des IDG grob so verteilt, dass die Schläuche nicht knicken. Den Ventildeckel am Zelteingang geöffnet und Pumpe angeschlossen. Nach der Entnahme des Zeltrucksacks aus dem Nissan GT-R dauert es nicht mal 5 Minuten, bis das Zelt fertig aufgebaut ist und die Schlafsäcke rein können. Beeindruckend!

Die erste Nacht zeigt dann jedoch auch einen Nachteil der Idee mit der Luft als Füllmaterial für die tragende Struktur: Die Temperaturen sinken um rund 10 Grad und die Decke des Zelts kommt uns im Inneren bedrohlich nahe. So nahe, dass ich kurz davor bin es nochmal aufzupumpen.

Was wir aus der ersten Nacht lernen: Erstens sollte man keine Badetücher zum trocknen auf das Zelt legen – sie sind zu schwer. Zweitens sollte man wirklich viel Luft hineinpumpen und im Zweifel kurz vor dem Hinlegen nochmal nachpumpen. Drittens benötigt man keine Heringe – das Zelt steht aufgrund seiner Konstruktionsweise bei Wind und Wetter absolut stabil. Viertens: Das Zelt bietet wirklich viel Stauraum, eine praktische Taschenlampenablage in der „Decke“, die so zur diffusen Deckenlampe wird und ein extrem angenehmes Raumklima, indem keine Feuchtigkeit entsteht. Und zuletzt Fünftens: Man wird zum Hingucker auf dem Campingplatz – das Zelt macht echt was her.

Leben mit dem Cave von Heimplanet.

Je mehr Auf- und Abbauten wir hatten, desto besser wussten wir mit dem Zelt umzugehen. Nachteile haben sich uns keine mehr gezeigt. Eher immer wieder die Begeisterung darüber, dass es sich so kompakt zusammenpacken lässt und dann auch nur 5,2 kg wiegt. Auch darüber, dass man keine festen Baugruppen wie etwa Gestänge hat, die irgendwo gegenstoßen, gegenkratzen oder einfach nur nerven.

Was man nicht vergessen darf: Der schnelle Aufbau gelingt auch aufgrund der großen Pumpe, die in beiden Pumprichtungen Luft in das Zelt bläst. Diese große Pumpe ist allerdings – so man nicht mit dem Auto unterwegs ist – alles andere als handlich.

Ob einem dieser Luxus 550 Euro wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin überzeugt davon, dass das Heimplanet-Zelt bei uns gar nicht alle seine Stärken zeigen konnte. Schließlich lag es bei uns einfach nur im Kofferraum, wenn es nicht benutzt wurde. Klar, aufgrund seiner Kompaktheit hat es nicht unnötig Stauraum gefressen (davon gibt’s im GT-R ja nicht so viel), aber ich denke trotzdem: Wer in den Bergen wandern oder radfahren geht, für den ist auch das Gewicht und die hochwertige Konstruktion des Rucksacks von Bedeutung. Und derjenige wird sich auch freuen, kein sperriges Gestänge transportieren zu müssen.

Neben dem Zelt mit dem Namen „The Cave“, welches wir benutzten, bietet Heimplanet übrigens noch vier weitere Zelte an. Darunter das etwas kleinere Zelt „The Wedge“, welches Sebastian und Katrin von passion:driving während #thepluses3 verwendet haben.

Grundfläche: 5 m2
Gesamthöhe: 125 cm
Innenzelthöhe: 102 cm
Packmaß: 40 × 32 × 23 cm
Gewicht: 5.2 kg

Das Zelt kann man direkt bei Heimplanet bestellen.

DISCLOSURE: Das Zelt wurde uns FREUNDLICHERWEISE für den Zeitraum von #thepluses3 von Heimplanet zur Verfügung gestellt.