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IMHO: Das Tesla Model S wäre das perfekte Auto für mich, wenn…

Tesla Model S 2013 Schwarz Frontansicht

…wenn, ja wenn nicht das Problem mit den Stromanschlüssen wäre. Und ich sehe leider auch nicht, wie sich das in absehbarer Zeit ändern soll. Aber fangen wir vorne an:

Das Tesla Model S, dessen Produktion gerade angefangen hat, ist ein wunderschönes Stück Auto. Hätte ich das Geld mir ein Fahrzeug in der gehobenen Mittelklasse zu kaufen, wäre ich vom S sehr angetan. Die auf den Fotos gezeigte Version ist das, was ich im Onlinekonfigurator zusammengestellt habe. Dort komme ich auf knapp 85.000 USD (entspricht ca. 65.000 Euro), Startpreis des Model S ist bei 50.000 USD (entspricht ca. 38.000 Euro). Ich finde ihn für ein Fahrzeug mit 4 Türen und 4 Sitzen sehr gelungen. Das Design ist sehr sportlich, die Linien straff und das Gesamtkonzept strahlt Hochwertigkeit aus. Selten begegne ich Fahrzeugen, die mich direkt von hinten, vorne und der Seite ansprechen. Meist ist es nur eine Perspektive, der ich etwas abgewinnen kann. Ganz ehrlich: Allein schon aufgrund der Tatsache, dass das Model S in Deutschland ein seltener Anblick bleiben dürfte, würde ich ihn haben wollen.

Anders als noch vor einem Jahr bin ich inzwischen der Elektromobilität gegenüber aufgeschlossen. Denke mir: Vielleicht muss es doch nicht immer V8 sein. Viel Durchzug für wenig Geld? Als Pendler mit immer denselben 80km am Tag spricht vieles für ein umweltschonendes Fahren mit Alternativantrieb.

Tesla Model S 2013 Schwarz Heck

Aber dann kommt das Problem mit den Elektroautos: Wo laden?

Es gibt zwar immer mehr öffentliche Ladestationen (mit vielen unterschiedlichen Konzepten – Bezahlmethode, Abo, Magnetkarte usw), doch muss man extra dort hinfahren und sich die Zeit, die der Ladevorgang dauert, auch irgendwie vertreiben. Wichtiger ist: Laden zuhause oder auf der Arbeit.

Auf der Arbeit

Wir haben direkt unter dem Gebäude eine Tiefgarage, aber die Möglichkeit ein Elektrofahrzeug zu laden gibt es nicht. Keine Chance. Trotzdem möchte ich hier die Möglichkeit eingestehen, dass früher oder später viele Tiefgaragenbetreiber auf die Idee kommen werden, Möglichkeiten nachzurüsten. Also warten.

Zu Hause

Wir haben gerade erst ein neues Haus gekauft. Neubau, Fertigstellung in ein paar Monaten. In einem Neubaugebiet. Unter dem Gebäude haben wir auch einen Tiefgaragenstellplatz. Damit haben wir im Vergleich zu vielen Großstädtern, die ihre Autos auf der Straße im Anwohnerparken abstellen müssen, schonmal einen großen Vorteil. Aber auch einen Nachteil gegenüber Leuten, die ein Haus besitzen und dann auch noch eine Garage für ihr Auto. Sie können – verbunden mit Einmalkosten – einen Anschluss in der eigenen Garage nachrüsten. Bei einer Privat-Tiefgarage mit 20 Stellplätzen ist es mit dem Laden schwierig. Einmal müsste sichergestellt werden, dass eine Ladestation mit dem eigenen Zähler verbunden ist und dann muss die Steckdose auch irgendwie an den eigenen Stellplatz kommen. Irgendwie denke ich da schnell an Campingplätze und die Leitungen quer über das Gelände. Theoretisch haben wir zwei Türen weiter einen Waschraum, in dem unsere eigene Waschmaschine Platz findet. Mit Anschluss an den eigenen Zähler. Von dort könnte man ja ein Verlängerunskabel legen…

Tesla Model S 2013 Schwarz Innen Interieur Interior

Eigentlich wird die Problematik schon klar. 1. ist es schwer herauszubekommen, wie man einen Wechsel auf reinen Elektroantrieb schaffen soll und 2. ist dies evtl mit hohen Kosten verbunden. Da wird die Anschaffung des eigenen Elektrofahrzeugs schnell zu einem Loch ohne Boden. Hier Elektriker rufen und Kabel legen lassen, da eine Ladestation kaufen, dort Umrüsten… Es muss doch eine einfachere Möglichkeit geben?

Beim Tesla Model S kann man zwischen drei Akkus wählen, die mit verschiedenen Reichweiten verbunden sind:
40 kWh entspricht 160 Meilen
60 kWh entspricht 230 Meilen
85 kWh enstpricht 300 Meilen
Bei allen drei Reichweiten würde ich locker zur Arbeit und wieder zurück kommen. Doch laden muss man früher oder später dann doch. Und die Liste der hierfür zusätzlich erstehbaren Adapter erinnert fast schon an Smartphones und deren Zubehör.

Also: Wie das Problem lösen? Die momentan einzig mögliche Alternative sind Elektrofahrzeuge mit Range Extendern ala Opel Ampera oder Fisker Karma. Mit denen kann man im schlimmsten Fall mit Verbrennungsmotor weiterfahren. Laden muss sollte man sie aber trotzdem, sonst ist die Anschaffung sinnbefreit.

Vielleicht sollte ich mal bei unserem Bauherrn nachfragen, was das Verlegen einer Ladestation in die Tiefgarage kosten würde. Wer weiss, ist doch bestimmt ein toller Pluspunkt beim Wiederverkauf! In der aktuellen Situation kommt ein Elektrofahrzeug für uns nicht in Frage. Das ist übrigens natürlich auch derselbe Grund, weshalb ich bisher kein Elektrofahrzeug als Tester hatte. Obwohl ein Nissan Leaf oder Renault Twizzy mehr als interessant wären.

Bilquelle: Tesla Online-Konfigurator
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12 Responses to “IMHO: Das Tesla Model S wäre das perfekte Auto für mich, wenn…”

  1. Robert

    Der Artikel gibt eigentlich ziemlich genau meine Gedanken wieder.
    Der Tesla Model S ist für mich tatsächlich das erste reine Elektroauto, das realistisch betrachtet von Interesse sein könnte.
    Von den Alternativen, meist besseren Hutschachteln mit teilweise weniger als 100km (echter, auch im Winter) Reichweite halte ich persönlich gar nichts (ja, tut mir leid, ich halte es für nötig, im Winter die Heizung anzumachen. Und will trotzdem ankommen).

    Realistisch von Interesse auch deshalb, weil ich gerade erst einen A7 Diesel bestellt habe – entspricht preislich, bei Größe und Design sowie Fahrleistungen ziemlich genau dem Model S. Nur halt ohne Akkus.
    Wenn dann in x Jahren was neues ins Haus steht, würde es mich sehr freuen, wenn Audi etwas entsprechendes im Angebot hat. Ansonsten hat Tesla ja auch in München eine Niederlassung, das werde ich mir sicherlich genauer ansehen.
    Im Augenblick ist diese relativ kleine amerikanische Firma allen deutschen Herstellen in diesem Bereich jedenfalls mindestens eine Nasenlänge voraus.

    Die Ladeproblematik ist bei mir ähnlich. Auf Arbeit gibt es nur eine Freifläche als Parkplatz, da wird das Thema wohl eher schwierig, aber irgendwann wird man sich der Sache dort wohl auch nicht mehr verschließen können.
    Zu Hause sind wir auch gerade in einen Neubau eingezogen mit Sammeltiefgarage – keine Anschlüsse. Interessanterweise baut derselbe Bauherr jetzt genau daneben einen weiteren Häuserblock mit Tiefgarage, dort hat dann jeder Stellplatz Stromanschluß.
    Lustig, wie sich innerhalb von 1-2 Jahren die Ansichten ändern können (oder die verfügbare Förderung?).

    Mit unseren Tiefgaragen sind wir aber eigentlich in einer guten Position, dort ist ja wenigstens theoretisch noch was zu machen.
    Wie das bei den von Dir erwähnten Straßenparkplätzen aussehen soll, erschließt sich mir jedenfalls nicht. Noch weniger, da es neuer Volkssport zu sein scheint, die Kabel bei aufladenden Fahrzeugen einfach mal abzuziehen.

    mfg,

    Robert

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    • bycan

      Hallo Robert,

      erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem Audi A7. Wie lange musst du warten, wenn ich fragen darf?

      So im Nachhinein finde ich es wirklich sinnvoll an Stellplätze in der Tiefgarage Steckdosen anzubringen. Vielleicht sollte ich tatsächlich den Bauherren mal fragen. Genauso interessant dürfte sein, ob es eine Förderung gibt. Doch kann ich mir das nicht vorstellen. Man könnte natürlich sagen, dass wenn man bei einem Elektroauto bei Steuern und Versicherung entlastet wird (oder sogar staatlichen Bonus erhält), dann könnte man dieses Geld in die Umrüstung des TG-Stellplatzes investieren.

      Jedenfalls sind bei der ganzen Thematik viele Fragen offen. Das selbst für uns, die wir uns ja mit Autos auskennen. Was macht da erst ein Laie, der umsteigen will?

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      • Robert

        Hallo Can,

        danke für die Glückwünsche. :)
        Bestellt habe ich den A7 am 27. September, Abholung in Neckarsulm ist am 13. Februar. Also ca. 4,5 Monate Wartezeit.
        Es geht auch kürzer, dann darf man sich aber nicht in diverse Ausstattungsdetails und “Audi exclusive” Sachen (Lackierung und Interieur) verliebt haben.

        Zum Thema Stellplätze umrüsten, gerade für Laien, würde ich vielleicht auch etwas in Richtung Autohersteller schauen. Die wollen ihre Produkte doch verkaufen, eine entsprechende Beratung und Verkauf von Services was solche Umbauten angeht sollte da irgendwie auch zum Gesamtpaket gehören – ggf. unter Heranziehung von Fremdfirmen.
        Ein paar Ideen scheint es dabei ja schon zu geben, s. Tesla mit ihren kostenlosen Ladestationen in Kalifornien.

        Zum Fisker Karma habe ich eine ganz eigene Meinung…ursprünglich fand ich das Konzept sehr interessant, bis ich mir mal die Details angesehen habe.
        Zum einen ist das Ding noch schwerer als der Model S – 2.4 Tonnen für obere Mittelklasse wird irgendwann lächerlich und zeigt auch eines der Hauptprobleme der Akkutechnik.
        Die Dynamik soll dann auch entsprechend drunter leiden, stärker als beim Model S.
        Zum anderen ist das Bedien-/Infotainmentkonzept anscheinend nicht so ganz ausgereift.
        Ob der riesige Touchscreen im Model S nun der richtige Weg ist, darüber kann man sich streiten. Aber den Rezensionen zufolge soll er wenigstens funktionieren. Das Teil im Fisker Karma hingegen scheint eher frustrierend zu sein.

        Und zum Thema Verarbeitungsqualität, was ich beim Genfer Autosalon 2012 gesehen habe hat mich nicht wirklich überzeugt. Beim Model S auch nicht, aber das war wenigstens ein Vorserienmodell.

        Interessant zum Karma fand ich auch diese Rezension von einem Besitzer: http://www.youtube.com/watch?v=WnYuO0bGSTc
        Einiges an Licht, aber eben auch viel Schatten (man beachte insbesondere die Kommentare zur Qualität und Bedienkonzept).

        Diese Rezension vom Model S hingegen wirk wesentlich positiver:
        http://www.youtube.com/watch?v=AOdsTuaJEfc
        Und in dieser Rezension sieht man auch sehr viel den Umgang mit dem Touchscreen, wirkt wesentlich flüssiger als im Karma: http://www.youtube.com/watch?v=1kCG-WqpVnI

        mfg,

        Robert

        Antworten
        • bycan

          Hallo Robert!

          Wow, das Video vom Karma war ja mal richtig gut. Ich weiss gar nicht, wann ich das letzte Mal ein Video auf Youtube komplett gesehen habe, das knapp eine halbe Stunde geht. Vielen lieben Dank für den Link. Vielleicht sollte ich einen Beitrag draus machen.
          Was man da sieht ist teilweise echt happig. Das Leder auf den Sitzen z.B. geht gar nicht. Überhaupt schön, wie das Auto präsentiert wird. Da kriege ich direkt Lust sowas auch zu machen. Autobesitzer beurteilen ihre eigenen Autos oder so. :)

          Dass der Karma in Sachen Fahrdynamik nix ist, ist mir nicht neu. Finde aber die gewählte Kombination für ein solches Konzept ausreichend. Immerhin hat der Karma im Gegensatz zum Model S einen Diesel an Bord, der einem in vielen Situationen die Haut retten kann.

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          • Robert

            Hallo Can,

            ich kann ja mal ein Video drehen, wenn ich den A7 ein paar Monate habe. Wird aber vermutlich eher langweilig und nur aus lauter Sachen wie “toll!”, “fantastisch!” und “großartig” bestehen. ;)

            Das Range Extender Konzept hatte mich auch am Fisker Karma gereizt. Allerdings finde ich, die 300 Meilen+ vom Model S bewegen sich so langsam in einem Rahmen, wo man solche “Krücken” nicht mehr benötigt. Und die Vorteile liegen beim Model S ohne Diesel auf der Hand – wesentlich weniger Gewicht, wesentlich mehr Kofferraum. Und natürlich ein recht geringer Spritverbrauch. ;)

            Für die Urlaubsreise reichen mir die 300+ immer noch nicht, aber wie gesagt, bis der A7 irgendwann ersetzt werden muß gehen noch ein paar Jahre ins Land.
            Der Model S geht für mich zumindest in eine richtige Richtung und stimmt optimistisch.
            Ganz im Gegensatz übrigens zum Ultra-Karbon-Hightech BMW i3, der nur knapp über 100km schaffen soll, im Eco Pro Modus bei Begrenzung auf 90km/h. Ich rauf mir echt die Haare, wenn ich die Diskrepanz sehe zwischen einem amerikanischen Kleinserien- vs. deutschem Premiumhersteller.

            MfG,

            Robert

        • Kowalski

          Hallo Robert,

          erstmal vielen Dank für den Fisker Link. War wirklich sehr interessant.

          Das “ModelS-Video” kann man natürlich nicht mit dem “Fisker-Video” vergleichen, da das ModelS-Video aus dem MotorTrendChannel stammt (und da natürlich ein ganz anderes Lobbying im Hintergrund abläuft – was sich natürlich auch auf den Beitrag auswirkt).

          Desweiteren möchte ich dir natürlich auch zu deinem A7 gratulieren.

          Antworten
          • Robert

            Hallo Kowalski,

            klar, direkt vergleichbar ist das nicht.
            Die reinen technischen Daten (Gewicht, Fahrleistungen…) kann man aber natürlich vergleichen, da sieht der Model S schon mal besser aus.
            Und ich denke, aus den diversen Videos aus Youtube kann man durchaus schließen, daß der Touchscreen im Model S (kapazitiv) wesentlich besser zu bedienen ist als im Fisker (resistiv).
            Mag jetzt nicht für jeden wichtig sein, mir persönlich bedeutet gute Bedienbarkeit im Auto sehr viel.

            Ein paar einzigartige Sachen hat der Model S übrigens IMHO auch. Zum einen durchaus das Design, ob es nun gefällt oder nicht, bei E-Autos ist es jedenfalls recht einzigartig. Zum anderen die Praktikabilität, doppelter (und großer) Kofferraum, optional bis zu sieben Sitze…
            Und, wieder einzigartig für ein E-Auto, die Reichweite.
            Vielleicht werden es nicht unbedingt die 300 Meilen, aber laut diesem Besitzer: http://www.youtube.com/watch?v=INaV40Hy66Q sind zumindest 200 absolut problemlos möglich. Und das ist (gerade für ein derart leistungstarkes Auto) wirklich einzigartig.

            Bleibt die Verarbeitungsqualität, die ich mir wie gesagt gerne einmal in natura ansehen würde.
            Leider traue ich da den Amerikanern grundsätzlich nicht viel zu, weswegen ich mir durchaus vorstellen kann, daß die “crap” Kommentare sich bestätigen. Das ist beim Karma aber auch nicht besser.

            mfg,

            Robert

            P.S.: Danke für die Glückwünsche :)

          • Kowalski

            Hi Robert,

            danke für dein ausführliches Statement!

            Bezugnehmend auf deine Bemerkung “Mag jetzt nicht für jeden wichtig sein, mir persönlich bedeutet gute Bedienbarkeit im Auto sehr viel” sollte ich mich vielleicht wirklich aus der Diskussion zurückziehen, denn ich bin überzeugter Roadster-Fahrer und das (Old-Shool)-Roadster-Konzept “Es geht um puren Fahrspaß – alles andere wird diesem Ziel untergeordnet” zeigt mir gerade selbst, dass ich in eine Diskussion über Themen geraten bin, die für mich gar keine große Relevanz haben. Denn eine Bedienbarkeit nach “Roadster-Glaube” kann nur heißen “größte Effektivität, um die Ablenkung vom Fahren möglichst gering zu halten” und da bleibt die (nennen wir sie mal) Porsche-Bedienphilosophie ungeschlagen und Überlegungen über kapiazitive bzw. resistive Touchpads werten diese Nebensächlichkeiten nur zu sehr auf (wie gesagt: lediglich meine Sicht der Dinge)

            Ich sehe die Diskrepanz auch an deiner Info, dass du die YouTubeVideos nutzt, um technische Daten zu vergleichen. Ich mache sowas überhaupt nicht – das ist für mich überhaupt nicht von Bedeutung. Ich schaue lediglich ob der “Autocharakter” überzeugt und konsequent umgesetzt wurde (also z.B. “vermittelt das BAC Mono tatsächlich das Formelfeeling, womit es beworben wird” oder “ist der GT86-Fahrspaß tatsächlich so über dem Mainstream” etc.) und mich begeistern solche Kleinigkeiten und Ideen wie (beim Karma) das Solardach oder die weit herausgearbeiteten Kotflügel. Zahlen und Werte sind für mich uninteressant, denn (in meinen Augen) führen sie zu keinem Ziel. Selbst Rundenzeiten auf Rennstrecken sind für mich nur ein Mittel – kein Ziel, denn das Feeling selbst, wenn du spürst, wie du gerade im Grenzbereich arbeitest, wiegt so viel mehr als irgendwelche Sektorzeiten(verbesserungen)….
            …aber jetzt schweife ich schon wieder zu sehr ab.

            Danke nochmal für deine interessanten Ausführungen.

            CU
            Kowalski

          • Robert

            Hallo Kowalski,

            nun ja, falsche Diskussion oder nicht…IMHO gibt es für unterschiedliche Zwecke unterschiedliche Autos.
            Bei einem Roadster wäre mir die Bedienbarkeit von Infotainment etc. auch eher egal, da zählt natürlich viel mehr der Fahrspaß. So ein Roadster ist aber eben auch eher ein Spaßauto für’s Wochenende und/oder für Leute, die ansonsten mit der Bahn pendeln.

            Tesla Model S wie auch Fisker Karma sind eher Autos für mein Fahrprofil, mehr als 30.000km im Jahr, viel davon Autobahn. Dabei öfter mal Strecken von 1.000km am Stück. Und bei so etwas zählen IMHO ganz andere Qualitäten als bei einem Roadster.
            Und ja, sich nicht über irgendwelche hakeligen Touchscreens oder abstruse Bedienkonzepte aufregen (und ablenken) zu müssen, gehört für mich dazu, auf so etwas habe ich schlicht keinen Bock während ich gerade den 600. km hintereinander abschrubbe. Da will ich eben frustfrei (und komfortabel) fahren. :)

            Ein wenig Sportlichkeit (so denn möglich bei Leergewichten, die um die 2 Tonnen liegen) wünsche ich mir dabei aber trotzdem. Die findet man natürlich nur mit Probefahrten raus – von denen ich auch einige unternommen habe, bis ich beim A7 gelandet bin.
            Bei Model S und Karma ging das bisher allerdings nicht, da können Zahlen dann eben ein Anhaltspunkt sein – mehr aber auch nicht.
            Und Youtube-Videos? Bei Leuten wie Carlos Lagos, Chris Harris oder Jeremy Clarkson habe ich zumindest das Gefühl, sie haben eine Ahnung von sportlichen Autos und können deren Qualitäten gut und objektiv bewerten.
            Und zumindest die beiden letzteren nehmen auch kein Blatt vor den Mund, wenn sie ein Auto mal wirklich scheiße finden (s. z.B. Chris Harris’ kompletter Verriss vom aktuellen Audi RS3).

            Die anderen Videos, z.B. owner’s reviews schaue ich eher aus Interesse und weil die oft ganz gut Auskunft geben über Frust oder nicht Frust bei Nutzung des jeweiligen Autos. Wie gesagt eher ein Thema bei Langstreckenautos als bei einem Wochenend-Spaßfahrzeug.

            Zusammenfassend: ich würde nicht sagen, Du bist bei der Diskussion falsch gelandet. Aber weder Model S noch Fisker Karma sind Autos, die Dir “puren Fahrspaß” bieten, dem alles andere untergeordnet ist. Entsprechend bewerte ich diese Autos dann eben – anhand der Dinge, die mir bei so einer Fahrzeugklasse wichtig sind.

            Für den Fahrspaß wäre eher der Tesla Roadster interessant, den ich auch ohne tollen Touchscreen nicht schlecht finde. :)

            mfg,

            Robert

  2. Kowalski

    Hi Can,
    Hi Robert,

    …also ich würde dem Model S nicht so Vorschußlohrbeeren geben wie ihr Beide.
    Grund: Wenn man in den amerikanischen Foren etwas wühlt, hört man fast immer, wie “crap” die Verarbeitungsqualität ist: dass es im Innenraum knackt und klappert, dass die Materialien mehr “Durchschnitt” als “Premium” sind (und das vor dem Hintergrund, dass Tesla das ModelS als die “beste Mittelklasse-Limosine der Welt” bewirbt)….
    Designmäßig täuschen -meiner Ansicht nach- Can´s tolle Bilder da etwas – wenn man sich im Internet einige Testvideos anschaut ist das (im Gegensatz zu den schönen Bildern) sehr ernüchternd. Eben “Durchschnitt”!
    Und dann dieser furchtbare Monster-Bildschirm in der Mittelkonsole: So plum, so einfallslos, so ein Monster (@Can: Auch hier: das ist das schönste Foto, was ich vom Innenraum gesehen habe)…das kommt, wenn man zu technikverliebt an die Sache rangeht und unbedingt etwas iPad-mäßiges einbauen will – koste es (an Design) was es wolle. Mir fehlt bei dem Wagen einfach das Filigrane, das Interessante, das Einzigartige (das man im Karma durchaus findet). Das Model S ist mir (für die “beste Mittelklasse-Limosine der Welt”) einfach zu viel “Durchschnitt”…und die Antriebs-/Akkutechnik ist sowieso in 3-4 Jahren schon wieder Steinzeit.

    Ladeproblematik:
    Wäre bei mir gelöst: Meine Garage hat Stromanschluss, zur Arbeit fahre ich mit dem Fahrrad und bei Touren müsste ich dann nur auf Hotels mit Ladeparkgaragen achten.

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    • bycan

      Hallo Kowalski,

      die Sache mit der Qualität… Bei der Mittelkonsole dachte ich mir selbst schon: “Was zur Hölle?”
      Allerdings nicht wegen Verarbeitungsmängeln, sondern weil die Konsole unter dem Display abrupt aufhört und nicht schön ausgeformt ist. Sehr eckig und nicht ganz zum Rest passend.
      Was Bilder im Netz angeht: Da bin ich trotz allem immer skeptisch. Sieht man ja in den Gebrauchtwagenportalen: Foto bei schlechtem Licht oder mit Blitz gemacht und schon sieht alles superbillig und schlecht aus. Ich muss es mit eigenen Augen sehen, danach bin ich gerne offen für Diskussionen.
      Mal warten, bis das Model S nach Deutschland kommt und beim nächsten Besuch in München ansehen.

      Der Karma ist eine andere Klasse, ein Fahrzeug von einem anderen Stern, in das ich wirklich sehr sehr verliebt bin. Ja, in dem Punkt bin ich ein wenig Justin Bieber ;)

      In 3-4 Jahren. Pff.. so schnell, wie inzwischen die Modellwechsel stattfinden, ist das bald eine ziemlich lange Zeit. Bald gibt es Elektroautos nur als Leasing-Fahrzeuge mit neuerer Technik alle zwei Jahre, wetten? Aber natürlich muss man als early adopter erstmal einen steinigen, teuren Weg gehen…

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