imho: Frauen haben den besten Auto-Geschmack

Wir müssen es einfach zugeben: Frauen haben den deutlich besseren Geschmack was Autos betrifft. Die Gründe hierfür möchte ich gar nicht hinterleuchten. Es geht mir nur darum das so festzuhalten. Ich meine es ernst! Wir sollten akzeptieren dass die Modelle, die als „Frauenauto“ bezeichnet werden, oftmals später zu Designikonen werden oder eine neue Fahrzeuggattung erst durch die weiblichen Autoliebhaber erfolgreich wird.

Frauen haben Stil-Gefühl.

Oder warum fuhr den Mercedes CLS in der ersten Werbung eine Frau? Warum sonst sieht man in einem Großteil der Roadster auf den Straßen Frauen am Steuer (Mazda MX-5, Mercedes SLK, BMW Z3/Z4, Honda S2000, Alfa-Romeo Spider)?
Dasselbe gilt auch bei den schönsten Kleinwagen, dem MINI und dem Fiat 500. Selbst der erste Twingo ist inzwischen zu einer Art Kultmobil geworden, oder nicht? Frauen haben auch den besseren Geschmack was Kombinationen von Farben an Autos angeht. Stellt einfach mal eure eigenen Beobachtungen auf, ihr werdet euch wundern!

Ich habe immer das Gefühl – und das wird in meinem Bekanntenkreis auch bestätigt – dass Frauen bei der Wahl ihres Autos oftmals mutiger sind und sich einfach für ein Auto entscheiden weil sie Lust darauf haben. Aus einem Bauchgefühl heraus. Ob es ist „weil der doch soooo süß ist“ oder „weil der soo sexy aussieht“ spielt dabei keine Rolle. Auch nicht was andere denken. Eine Dame in unserer Straße die bisher ein Jaguar XK-R Cabrio hatte fährt seit neuestem einen silbernen 2011er Camaro. Single, gutverdienend. Das Tolle: Es wird kein Maßband angesetzt wie das bei Männern der Fall ist. Männer halten einen Variant für besonders praktisch. Frauenherzen gewinnt man damit selten.

Wie wäre es mit einer Hornbach-Werbung bei der gezeigt wird wie der Mann gerade in  Handwerkermontur ein paar lange Holzlatten hinten in seinen Audi Variant schiebt während seine attraktive Frau mit ihrem roten Fiat Barchetta, typischem Cabrio-Kopftuch und Sonnenbrille Gas gibt und im Wegfahren winkend die Hand hebt? Ein Lächeln umspielt dabei ihre Lippen.

Die Vorbehalte von Männern gegenüber Frauen-Autos.

Doch statt zu sagen Frauen seien die Vorreiter und stolz auf das bessere Geschlecht zu sein verkrampfen wir uns auf den Gedanken „Iiih, ein Frauenauto“ und halten als Mann Abstand von diesen Autos. Es ist ja nichts schlimmer als die Vorstellung dass jemand an einem vorbeifährt, denkt er würde gleich eine hübsche, attraktive junge Frau auf dem Fahrersitz zu sehen bekommen nur um dann zu erkennen: „Oh, die hat ja nen Bart. Moment, sie ist ein er.“ Dieser Mann will man nicht sein. Erinnert ihr euch an die Simpsonsfolge? Canyonero F-Series? Die Szene auf dem Parkplatz vor dem Kraftwerk? Genau.

Sucht man bei Google nach dem Begriff „Frauenauto“ stößt man auf einige äußerst „sonderbare“ Artikel zum Thema. Viele davon interessanterweise von diversen Zeitungen mit einem gemeinsamen Merkmal: Ein kräftiger roter Hintergrund hinter dem Namen. Da liest man dann auch sinngemäß: „Weil der Mann meist das erste Auto hat kommt für die Frau nur ein Kleinwagen als Zweitwagen in Frage.“ Oder: „Weil die Kinder in die Schule gefahren werden müssen und gleichzeitig Platz für die Tuba des Sohnes und die Harfe der Tochter sein muss, sind praktische Autos mit niedriger Ladekante bei Frauen besonders beliebt.“ Geht’s noch?

Was denkt ihr darüber? Würdet ihr ein typisches Frauenauto kaufen? Was sind für euch typische Frauenautos? Was denken LisaTheCarAddict und Nicole darüber? 🙂

Bildquelle: seriouswheels / Aston Martin

13 Antworten auf „imho: Frauen haben den besten Auto-Geschmack“

  1. Klasse geschrieben!!

    Wobei, wenn ich ein Auto aussuche, geht es nicht nur um das Exterieur (Klar muss das Auto „ansehnlich“ sein und Augenkrebs sollte man auch keinen bekommen), aber die „inneren Werte“ zählen für mich dann schon auch mehr. Außer ich möchte Auto XY unbedingt, dann ist der Rest egal 🙂

    1. Und mit innere Werte meinst du? Motor/Fahrleistungen oder tatsächlich den Innenraum? 🙂

        1. Ach, du achtest auf den Verbrauch? Really? Pendelst du denn mit dem Auto zur Arbeit oder etwas in der Richtung?
          Was darf es denn mindestens an Leistung sein für deinen Geschmack?

  2. Wenn das Wort „Frauen-Auto“ nicht mehr relevant in seiner bisherigen abfälligen umgangsprachlichen Bedeutung ist, dann ist eigentlich das erreicht, was Du ausdrücken möchtest, so habe ich Dich verstanden.
    Was ist ein Frauen-Auto? Klein, bunt, schwachbrüstig an PS, … womöglich noch „niedlich“ … versteht Ihr das darunter? Dann trifft das vielleicht auf einige Modelle zu, die die Damen fahren, aber eben doch nicht auf alle, also auf alle Frauen.

    Ich sage es mal so: so wie nicht alle Blogger gleich sind, sind nicht alle Frauen gleich sind nicht alle Autos für Frauen gleich.
    Mein Auto wäre ein 911 Porsche Cabrio. Auch hier würden einige wieder sagen, Frauen-Auto, weil es ein Cabrio ist. Aber das würde mich nicht stören. Es ist mein Traum-Auto. Statt dessen fahre ich ein MINI Cooper Cabrio. Auch dazu sagt man Frauen-Auto, aber schaut mal in die Autos rein: meistens sitzen im MINI doch zu ca. 50% Männer.

    Also: lange Rede, kurzer Sinn. Wer abfällig „Frauen-Auto“ sagt, gehört in die Macho-Ecke, sage ich mal provokant.
    Es gibt übrigens genügend Männer, die das kleinere Auto in der Familie fahren, weil sie damit nur zur Arbeit fahren und das selbstbewusst vertreten. Sie überlassen das T-Modell oder adäquat in der Woche der Frau des Hauses (ich hasse das Wort Hausfrau!), weil diese vielleicht die 3 Kinder durch die Gegend kachelt. Und das muss nicht im Kleinwagen sein, nur weil der Herr Papa sich zu fein ist, den kleineren Wagen zu nehmen. Ist bestimmt auch ’ne Generationen-Sache …

    Idealerweise sucht man das oder die Autos sowieso zusammen aus: wer den besseren Farbgeschmack hat, der kümmert sich um die Optik drinnen und draußen. Wer das bessere technische Verständnis hat, entscheidet über Motorleistung und Fahrassistenten.
    Also ich meine, ich hätte einen guten Geschmack, aber den haben viele Männer genau so. Aber nur die, die nicht abfällig von „Frauen-Autos“ sprechen … 😉

    Danke Dir für das Aufgreifen dieses Themas, ich finde es interessant und werde es weiter beobachten!

    1. Danke für deinen Kommentar Nicole.

      Du hast es genau so verstanden wie ich es gemeint habe. Das Wort Frauenauto sollte eigentlich kulturell positiv besetzt sein. Ist es bei meiner Sicht auf die Dinge eben auch.
      Du beschreibst ausführlich den Idealfall, wie es sein sollte und auch sein muss. Wie bei allen anderen Dingen in der Beziehung auch funktioniert es am besten wenn man sich ergänzt und die Schwächen des Partners dort wo nötig auffängt. Dann sucht man das Auto gemeinsam aus und freut sich gemeinsam darüber. Ich möchte meine Freude auch mit meiner Frau teilen. Besonders bei Autos. Sonst habe ich herzlich wenig davon. Außerdem ist sie bei uns diejenige die ursprünglich den Z3 gekauft hat. 🙂

      Aber ist es in den meisten Fällen nicht weit davon entfernt? Wie so oft würde ich viel dafür geben unbeobachtet bei Familien über die Schulter zu blicken und Eindrücke zu sammeln. Wer welche Entscheidung trifft und in welche Rollen die Personen schlüpfen.

      Und wenn du über Cabrios sprichst: Cabrio (= Frauenauto) = Lebensfreude und Ausdruck von Lebendigkeit. Wo sehen da die Menschen nur das Negative? Ich glaube die meisten sind nie selbst Cabrio gefahren und wissen gar nicht was ihnen entgeht.

      1. Stimmt, mit dem Cabrio, volle Zustimmung. Aber dann sage mal „Targa“, da verzieht es ganz vielen Männern das Gesicht. Warum, kann ich nicht vestehen. Ich finde ein Targa-Modell mega-genial. Ich hatte mal den Nissan 100 NX, der hat Laune gemacht und ich hatte nie Sorgen, dass mein Dach aufgeschlitzt werden könnte. Das 2-teilige Targa-Dach weg, Fenster auf, schon waren da 95% Cabrio-Feeling. Außerdem waren die Dichtungen dicht, wenn ich das Dach geschlossen hatte. Für alle Gelegenheiten, ganzjährig bestens einsetzbar, also. Perfekt.

        Leid tun konnte einem auch ein Bekannter von mir, Porsche Targa-Fahrer (mit Fuchsfelgen!). Solange er nur erzählte, er hätte einen Porsche, war alles tacko. Setzte er ein „Targa“ hinzu, sind die ganzen „Kerle“ in den Lästermodus gegangen.
        Vielleicht erklärt mir mal jemand, warum ein Targa eine derart „mitleidige Reaktion“ hervorruft? Da muss doch irgend etwas faul sein …. 😉

        1. Der Nissan 100 NX ist ja auch schon Kult 🙂
          Ich war auch schon immer ein Targa-Fan. Seit ich mit 10 Jahren einen roten 911er Targa mit schwarzem Targa-Bügel in Istanbul gesehen hatte (der Fahrer kam nicht ran und musste an der Mautstelle aussteigen um zu zahlen) fand ich den am schönsten. Ich stehe auch dazu. Hat für mich nichts negatives.
          Eine Zeit lang gefiel mir auch der Pontiac Firebird, selbst als KITT hatte er ja (zeitweise??) das Targadach! Ungünstig ist natürlich wenn die Dachhälften nicht in den Kofferraum passen. ^^

          Vielleicht wird ein Targa als nichts Ganzes und nichts Halbes gesehen. Es ist weder Coupe so richtig, noch ist es ein vollwertiges Cabrio.

          Was allerdings gar nicht geht sind Cabrios mit „Henkel“ ala altes Golf Cabrio. Das sieht fürchterlich aus!

        2. Ich muss hier jetzt auch mal meinen Senf dazugeben: ich bin auch ein großer Fan von Targa-Modellen, auch ein wenig angesteckt durch meine Freundin 😉

          Aber mein altes Auto, ein Smart Roadster (nicht als Coupe) ist ja auch eher ein Targa. Eine Exige mit offenem Dach sieht auch prächtig aus, eine Corvette, vor allem eine C3, auch ein wunderschöner Targa…

          1. Ich glaube die Fahrzeuge die du aufzählst werden irgendwie nicht als Targa wahrgenommen 🙂 Es muss schon entweder die Bezeichnung „Targa“ in der Modellbezeichnung stecken oder… es müssen zwei Dachhälften sein die nach dem Ausbau in der Fahrzeugmitte (Längsachse) einen durchgehenden Holm lassen.

            Offen gefragt: Benutzt ausser Porsche noch irgendein Hersteller die Bezeichnung?

            Smart Roadster ist übrigens ne tolle Kiste. Konnte mal einen Brabus fahren. Das Ding ist klein, leicht und giftig. Einzig die Halbautomatik ist die Fliege in der Suppe

          2. Stimmt natürlich 😉 Die wenigsten werden wirklich als Targa wahrgenommen. Nur die Corvette wirbt zumindest noch tatsächlich damit.

            Ja, der Roadster war schon nett, wenn man sich selbst an der Software zu schaffen macht, lässt sich da an den Schaltzeiten noch gut was verbessern, aber nervig kann das trotzdem sein. Ansonsten macht der mit 120 PS aber schon ziemlich viel Spaß 🙂

          3. Ist bei der Corvette eindeutig die schönste Karosserieform!

            Der gehört einem Bekannten. Ich hab den Fehler gemacht anschließend bei ihm mitzufahren. Eine kruvige Landstraße die er selbst 5-10 mal am Tag fährt. Entsprechend spät waren die Bremspunkte und hoch die Kurvengeschwindigkeiten. Junge, junge.
            Mal wieder der Beweis dass Leistungsgewicht alles ist.

Kommentare sind geschlossen.