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Jaguar XK-R Cabrio – Britische Eleganz trifft fauchenden V8

Jaguar Event AvD Oldtimer Grand-Prix Nürburgring 2012
DISCLOSURE:
Jaguar Deutschland hat Reisekosten, Verpflegung und Unterbringung übernommen.

Ich muss zugeben: Über den Titel musste ich lange nachdenken. Gerne hätte ich auch die Raubkatze untergebracht, die symbolisch an jeder Ecke eines Jaguars prangt. Doch die anderen Blogger-Kollegen haben das schon zur Genüge getan. Ob Cat-Content, Raubkatzen am Ring oder wilde Katzen aus feinem Hause. Den “fauchenden” konnte ich mir aber trotzdem nicht verkneifen.

Das hat auch einen Grund. Da fahre ich im normalen “D”-Modus die Straße lang, alles ganz gesittet, greife zum Drehregler für die Wahl der Fahrstufe und stelle diesen auf “S”, dieses “S”, das bei allen Herstellern immer für “Sport” steht. Sofort passiert etwas mit dem XK-R. Er wird giftig. Faucht und kreischt. Spuckt bei Gaswegnahme. Und klingt dabei tatsächlich wie eine Wildkatze. Da muss ein Akustik-Ingenieur schlaflose Nächte gehabt haben, bis dieses Resultat der Lohn seiner Arbeit war.

Jaguar XK-R Cabrio 2012 schwarz: Standaufnahme aussen vorne rechts

Ich bin schonmal einem Löwen in freier Wildbahn begegnet. Gut, ich war im Auto. Dazu stehe ich auch, ich hänge zu sehr an meinem Leben, als dass ich dem Löwen zu Fuss über den Weg laufen wollen würde. Worauf ich hinaus will: Sieht man diesen Löwen, wie er gelassen durch das Gras streift, hat man augenblicklich den größten Respekt vor diesem wundervollen, gigantischen, kraftvollen Tier. Ein Besuch im Zoo vermittelt das leider gar nicht. Nun handelt es sich beim XK um einen Jaguar und nicht um einen Löwen. Doch beide sind auf gleiche Art tödlich.

Diesen Respekt muss man auch vor dem XK-R haben. 5.0 Liter V8-Kompressor, 4.8 Sekunden 0-100 km/h, 510PS, 625 Nm. Das Auftreten des XK-R hat dabei auch noch Ähnlichkeit zur namensgebenden Katze. Er sieht verflucht elegant aus, verheimlicht seine Kraft ein wenig und deutet mit seinem sehnigen Auftreten die Muskeln nur unterschwellig an. Ein Kampfjet-Auftreten wie andere Supersportler braucht er nicht. Er weiß, was er kann.

Jaguar XK-R Cabrio 2012 schwarz: Standaufnahme aussen Heck

Und was er kann, das deutet er dann doch mal am Heck an. Gigantische Hinterräder, die kaum Herr der Kraft sind. Vier Endrohre. Trotzdem zeitlos, elegant. So wie man es von Jaguar gewohnt ist.

Der sanft rot pulsierende Startknopf startet bei jedem Betreten des Fahrzeugs die Vorfreude auf diese Kraft. Liebe zum Detail. Was anderes erwartet man von den Briten auch nicht. Nach dem Betätigen des Startknopfes fährt der Drehregler für die Schaltstufen aus dem Armaturenbrett. Satt einrastend lässt sich die gewünschte Fahrstufe einstellen. Danach interessiert das üppig mit Leder bezogene Interieur nur noch wenig. Achja: Das Verdeck sollte man natürlich auch noch öffnen, Windschott hochklappen. Bei der Gelegenheit: Die hinteren Notsitze sind tatsächlich mit Isofix ausgestattet, allerdings passt da ein Kind, sobald es einmal Beine hat, nicht mehr rein. So lange es aber noch klein ist, wird es riesig Spaß haben.

Jaguar XK-R Cabrio 2012 schwarz: Standaufnahme aussen Hinten Links

Jaguar XK-R Cabrio 2012 schwarz: Standaufnahme aussen Kühlergrill

Genaugenommen sind die Plätze vorne aber auch für Kinder geeignet. denn dazu mutiert man, sobald man den XK-R mal von der Leine lässt. Jeder gute Sportwagen hat genau diese Eigenschaft. Ihr wisst was ich meine? Das Kind im Manne. Dann denkt man wieder daran, dass man gerade einen Jaguar fährt, und will doch wieder mehr Gentleman als Kind sein. So kann man die ganze Fahrt zwischen den beiden Rollen hin- und herwechseln. Ein heiß-kaltes Bad der Gefühle.

Jaguar XK-R Cabrio 2012 schwarz: Standaufnahme aussen Links

Leider hatte ich viel zu wenig Zeit mit dem XK-R. Wir konnten nicht warm werden. Ich konnte ihm nicht in der Waschanlage mit dem Schwamm die Konturen, Sicken und Kurven langfahren. Nicht jede Taste mal drücken. Aber es war ein Erlebnis, wie immer, wenn man ein so konsequentes Fahrzeug bewegt. Und Klassiker-Tendenzen sage ich dem XK auch voraus.

Jaguar XK-R Cabrio 2012 schwarz: Standaufnahme Innen Sitze

Unterwegs war ich übrigens mit Mario-Roman Lambrecht, dem ich direkt mal eine Kameraperspektive geklaut habe. Er hatte sie beim Lamborghini Gallardo 570-4 eingesetzt. Gut, ein klein wenig anders, aber die Grundidee ist dieselbe. :)

Die Testfahrten mit dem XK, XJ und XF erfolgten im Rahmen des 40. AvD Oldtimer-GrandPrix am Nürburgring. Der war mir vorher kein Begriff. Er bietet großartige Rennen und Rennserienklassiker, von morgens bis abends. Pit-Lane zum anfassen, Fahrer zum anfassen. Mitten drin statt nur dabei, sozusagen. Der AvD Oldtimer Grandprix hat noch den Charme der alten Zeit. Außerdem bekommt man hier so ziemlich alles an Sportwagen zu sehen, was es gibt. Egal ob auf der Strecke oder auf der Straße. Der Besuch ist absolut zu empfehlen. Solltet ihr also nächstes Jahr in der Nähe sein…

Jaguar XK-R Cabrio 2012 schwarz: Standaufnahme Innen Cockpit Armaturenbrett

 
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10 Responses to “Jaguar XK-R Cabrio – Britische Eleganz trifft fauchenden V8”

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