Mit dem Citroen C4 Picasso auf den Spuren unserer Eltern #roadtorimini

Früher war alles besser. Früher ist man mit dem Auto in den Urlaub gefahren, statt mit einem Flieger für eine Woche ans andere Ende der Welt zu reisen. Nicht, weil man es so wollte, sondern weil man es so musste. Fliegen war zu teuer, der Sprit hingegen floss für kleines Geld in großen Mengen.

Aber wer sagt eigentlich, dass man in weiter Ferne die Erholung bekommt, die man sich so sehr wünscht? Ist man nicht bei der Pauschalreise am Zielort vollkommen unflexibel? Und gibt man dann nicht doch wieder viel Geld aus, um im Urlaub auch mal einen anderen Ort zu sehen?

Wir haben uns dieses Jahr dazu entschlossen, mit dem Auto Urlaub zu machen. Deswegen. Wegen der Flexibilität, die einem das Auto vor dem Hotel verschafft und wegen des Vergnügens, den der Weg zum Ziel bereitet. Und es war kein Fehler; zumindest nicht bis zum letzten Tag.

Rimini, an der italienischen Adriaküste in der Emilia Romagna gelegen und der Klassiker unter den italienischen Urlaubsorten, sollte unser Ziel sein. Wir waren vor ein paar Jahren – damals noch zu zweit – schon mal dort und waren beeindruckt von der Kleinkind-Kompatibilität der Strände. Und nachdem wir erst einige Monate vorher mit dem Audi R8 an einem einzigen Tag die Strecke von Sanremo bis Köln fuhren, schien uns Rimini nur einen Katzensprung entfernt.

Insgesamt sind es von Köln bis Rimini 1160 Kilometer. Wegen unseres 3-jährigen Sohns haben wir für die Strecke einen Zwischenstopp in Ingolstadt eingeplant. Aufgrund der angespannten Verkehrssituation zur Urlaubszeit eine weise Entscheidung. Außerdem ist es mit einem so kleinen Kind wichtig, alle paar Stunden einen ausgedehnten Stopp an einer Raststätte mit Spielplatz zu machen. Sonst verliert er den Spaß an der Reise. Den soll er behalten, damit er mit Freude beobachtet, wie sich die Landschaft um ihn herum verändert. Flaches, deutsches Land, nach ein paar Stunden die Alpen am Horizont. Steile Straßen, Tunnel und viel Regen. Dann irgendwann die italienische Autobahn und die immer mediterranere Umgebung. Zum Schluss das weite, blaue Meer.

 

Damit er das alles perfekt beobachten kann, haben wir die Reise mit einem Citroën C4 Picasso gemacht. Der hat nämlich, außer ganz viel Platz vorne, hinten und im Kofferraum, noch ein paar andere Vorzüge. So konnten wir aufgrund der einzeln verstellbaren Sitze im Fond den Kindersitz auf dem mittleren Sitz anbringen und diesen ganz nach vorne fahren. Er saß auf der gesamten Fahrt quasi mit bei uns in der ersten Reihe. Ist das nicht toll? Dank gigantischer Panoramawindschutzscheibe hat man vorne das Gefühl im Freien zu sitzen. Daran wollten wir ihn teilhaben lassen. Die Sitzhöhe unseres Sohnes und die niedrige Fensterlinie ermöglichten ihm also freie Sicht in alle Richtungen. Schöner kann es ein Kind eigentlich nicht haben.

Irgendwann auf der Hinfahrt hat er auch herausgefunden, wie er sich nach dem Anhalten selbst abschnallen und zur Tür kommen kann, über das Gepäck neben ihm und alle Hindernisse hinweg. Wir waren also nach den ersten 500 Kilometern schon ein eingespieltes Dreiergespann.

Das reizvolle an einer solchen Reise sind genau die Dinge, die einem beim Flug fehlen. Man steigt nicht in einer Klimazone ein und in einer anderen aus, als ob man ein Filmset betreten hätte. Man durchfährt alle Klimazonen, erlebt wie sie zusammenprallen. Sieht, wie der fließende Übergang von einer Welt in die andere funktioniert. Wundert sich über die Sonderbarkeiten, die einem durch das Übertreten einer Grenze auffallen.

Erlebt also aus erster Hand, wie grundlegend anders das Leben, das einen umgibt, innerhalb von wenigen Kilometern aussehen kann.

In Rimini hatten wir uns ein Hotel direkt am Meer gesucht, das Riviera Mare in Rimini-Viserba. Auch der Meerblick war uns wichtig. Schließlich will unser Sohn irgendwann schlafen und wir können das Zimmer dann nicht mehr verlassen. Die dem Strand am nächsten gelegene Straße in Rimini ist mit dem Auto nur tagsüber und nur zum Be- und Entladen befahrbar. Nach dem Check-In muss das Auto also wieder weg und auf einem der großen, kostenlosen Parkplätze leicht abseits der Strandpromenade geparkt werden. Kein Nachteil, wenn man bedenkt, dass dadurch abends die gesamte Straße den Menschen gehört und kaum geparkte Autos oder Verkehr stören.

Das Wetter war uns nicht gewogen. Den ersten Tag hat es aus Kübeln geschüttet. Am zweiten Tag durfte man deswegen nicht ins Meer. Durch den Grundwasseranstieg können Abwässer ins Meer gelangen. Dazu muss man wissen: Die Besonderheit in Rimini ist, dass gut 100 Meter entfernt vom Strand im Meer Felsen als Wellenbrecher versenkt wurden. Dadurch staut sich mit der Zeit der Sand, den die Wellen ans Ufer bringen. Resultat: Bis zu den Wellenbrechern reicht das Meer höchstens bis an den Oberschenkel. Schwimmer dürften daran keinen Gefallen finden. Für ein kleines Kind jedoch ist es das Paradies schlechthin. Gefahrlos im Meer herum rennen, warmes Wasser und viel Sand zum Spielen.

Schon am regnerischen ersten Tag haben sich die Vorzüge unseres ganz eigenen Citroën C4 Picasso gezeigt. Spontan haben wir uns ins Auto gesetzt – wohlgemerkt am Tag nach der langen Fahrt – und haben beschlossen eine Shoppingmall aufzusuchen.

Auf dem acht Kilometer langen Weg dorthin hatten wir so viel Verkehr, dass Melegim gefragt hat, ob wir nicht nach Florenz fahren sollen. 160 Kilometer quer durch’s Land in die Toskana. Drei Stunden laut Navi. Kurvige Straßen.

„Warum nicht?“

Auf den ersten hundert Kilometern der Fahrt war ich mir nicht ganz sicher, ob wir das machen sollen. Danach war es eh zu spät und wir fast schon da. Auf dem Weg durfte Belgin sogar mit dem C4 einen Pass bezwingen. Dank des kräftigen, durchzugstarken Diesel eine echte Freude und kein Quell für Frust. Während ich übrigens schon das eine oder andere Mal in Florenz war, war es für Melegim das erste Mal. Geparkt haben wir natürlich, wie es sich für einen ortskundigen Blogger gehört, direkt am Fiume Arno, keine hundert Meter vom Ponte Vecchio entfernt.

Drei Stunden hatten wir in Florenz. Drei Stunden, in denen Melegim völlig weggeblasen war von der Masse an Eindrücken, die einem diese Stadt bietet. In Florenz könnte man vermutlich mehrere Wochen verbringen, ohne etwas zweimal gesehen zu haben.

Am vierten Tag haben wir einen ähnlichen Ausflug nach San Marino gemacht. Die älteste Republik der Welt, mit ihrer beeindruckenden Lage am Monte Titano, bietet einen wunderschönen Panoramablick in alle Himmelsrichtungen. Mit der Seilbahn geht es hinauf in eine Welt der Burgen und verwinkelten Gässchen. Unser Sohn freut sich natürlich über die vollkommene Bewegungsfreiheit und erforscht die kleinen Wege, riecht an den vielen bunten Blumen und ärgert Touristen indem er ihnen vor die Füße rennt. An einer Statue finden sich zwei Parkbänke und daneben ein Stück Grün. Wir lassen ihn sich ein wenig austoben, bevor es weiter geht. Ein kleines italienisches Mädchen in seinem Alter ist von ihm beeindruckt und will mit ihm zusammen spielen. Nähert sich ganz schüchtern, beobachtet ihn. Er hat da null Bock drauf und ignoriert sie. Vielleicht war das die erste große Liebe. Ihm war sein Spielzeugflieger jedenfalls wichtiger. Und das in Italien! Er hat noch viel zu lernen. Die Mutter des kleinen Mädchens hat es mitbekommen und lacht laut auf. „Typisch Männer“, wird sie gedacht haben.

Die nächsten Tage können wir endlich ein wenig Zeit am Strand verbringen. Doch die Zeit, die wir dort haben, reicht auch schon wieder, damit wir uns nach dem Picasso sehnen. Jeden Abend in Rimini gibt es leckere Pasta mit Frutti di Mare oder Steinofenpizza, dazu Antipasti und danach das beste Eis, das man in Viserba finden kann. In der Gelateria La Romana, gelegen auf der Via Giuliano Dati, bekommt man den kalten Sinnesgenuss in allen erdenklichen Kombinationen und Kreationen.

Neben der uns so sympathischen italienischen Art ist es vermutlich das Eis und das Meer, was wir am meisten vermissen werden. Viel zu schnell geht es wieder auf den Rückweg entlang der A14/E55. Anfangs sind wir noch guter Dinge, dass die Reise ähnlich angenehm verlaufen wird wie auf der Hinreise. Der Tempomat ist eingestellt, die Klimaanlage sorgt für kühle Luft und die italienischen Drängler im Rückspiegel fallen kaum auf. Die sind hier eine ganz eigene Spezies. Erst sitzen sie einem bei 120 km/h zehn Zentimeter hinterm Heck direkt im Nacken, fünf Kilometer später trödeln sie auf einer anderen Spur mit 80 km/h und Handy am Ohr, nur um weitere fünf Kilometer später wieder hinter einem zu drängeln. Verrückt.

Doch dann verkommt alles zum Chaos. Stress. Schlechte Laune. Schlechtes Wetter.

Erst beobachten wir auf der Gegenfahrbahn, wie sich immer mehr Autos stauen. Irgendwann stehen sie nur noch. Nach 90 Kilometer fahren wir immer noch an der endlosen Schlange aus stehenden Autos vorbei, sind überglücklich, dass wir nicht eine Woche später gefahren sind. Danach kommt es auch für uns faustdick.

Eine ausführliche Kaufberatung zum C4 Picasso findet ihr übrigens beim mein-auto-blog.

Rad-ab hingegen beleuchtet im Neuwagen-ABC alle Fragen rund um den Picasso.

Fahrzeug: Citroen C4 Picasso BlueHDI 150 Intensive

Lackierung: Teles-Blau Metallic
Felgen: Leichtmetallfelgen Notos 16 Zoll
Polster/Leder: Stoffleder Finn – Harmonie Biton Schwarz/Grau

Motor: R4-Dieselmotor
Hubraum: 1997 cm3
Leistung: 110 kW (150 PS)
Drehmoment: 370 Nm

Getriebe: Manuelles 6-Gang Getriebe
Antrieb: Vorderradantrieb
Beschleunigung 0-100 km/h: 10,4 s
Höchstgeschwindigkeit Vmax: 210 km/h

Türen/Sitze: 2/4
Verbrauch kombiniert: 4,2 l/100 km
CO2-Emission: 110 g/km

Driver’s Groove Bewertung: 07/10

Preis: 30.140,00 €