Mitternachtsgedanken: Jo Clahsen mit „Easy Going.“

von Jo Clahsen

Unter dem Motto „Mitternachtsgedanken“ habe ich verschiedene Blogger, Schreiber und Influencer gebeten sich um Mitternacht bei einem Glas Rotwein an ihre Notebooks zu begeben und sich über das auszulassen, was sie im Straßenverkehr am meisten aufregt. Den Anfang macht Jo Clahsen von der Abacus Presse & PR.

Mit fünf fuhr Jo Clahsen zum ersten Mal Auto. An die Wand mit Papas Käfer. Und vom Dad, der Automechaniker war, hat er die Lust am und aufs Auto geerbt.  Nach der Motor-Presse in Stuttgart arbeitet er als Freier, was er seit 23 Jahren tut.  Ein Petrol-Head, für den Autos einen Verbrennungsmotor benötigen. Mit mindestens sechs Zylindern.

Easy going.

Vorne Idioten und hinten Maniacs wäre in der Tat zu kurz gesprungen.  Natürlich bin ich um Mitternacht in der Stimmung, wie Matthew Reillys Held Scarecrow mit der automatischen Waffe ein paar Feuerstöße abzulassen. Aber das hilft jetzt auch nicht. Denn vorne sind auch heute tagsüber wieder die Unentschlossenen und Ahnungslosen her gefahren. Und weil sie kein Navi haben, dass Ihnen sagt in 300 Metern würden sie ihr Ziel erreichen, das Ziel liegt rechts, irrlichtern sie mit 30 auf einen 70 km/h Straße vor sich hin. Zwei Kilometer vor dem Ziel. Geschenkt. Überholen oder gute Musik aus dem Ordner Road einspielen. Basta.

Von hinten kommen sie gerne vierfach beringt. Mit einem doppelt beatmeten Diesel, im Kombi. Aber auch mit Doppelniere oder Stern. Ihr Lieblingsschalter ist der für die Lichthupe. Denn sie sind auf einem Leitstrahl aus 70 bis 90.000 Kilometer im Jahr unterwegs. Und haben es eilig. Da gehe ich halt rechts rüber.

Aufregender ist es da in der kalten Zeit, wenn Fahrer ihr Licht nicht reparieren lassen und mit einem funzeligen oder total überstrahlten Scheinwerfer unterwegs sind. Das nervt und ist gefährlich. Noch etwas nerviger sind jene, die nicht mehr wissen, dass ihr Fahrzeug einen Blinker hat. Denn als Hinterherfahrer weißt du nicht, was sie als Nächstes tun.  Großartig sind die armen Säue von den diversen Zustelldiensten. Da sie unter irrem Druck arbeiten, lassen sie ihre Riesenkarren gerne mal mitten in der Kurve auf dem Bürgersteig stehen und die Warnblinke soll es richten. Aber gut, man soll ja nicht kleinlich sein.

Was mich aber am meisten nervt, sind solche Passanten, Radfahrer, Jogger, Walker, you name it, die „blind“ auf den Zebrastreifen abbiegen. Klar bin ich bei Zebra auf Alert. Aber wenn der Biker/Jogger/Walker mit Kopfhörer rechts außen vorbei schießt und dann zackig auf sein „Schutzschild Zebra“ abbiegt, werde ich sauer. Oder der Digitalo, der gerade noch tief im Handy steckt und ohne einen Blick nach hinten oder zur Seite vom Bürgersteig strampelt. Best of all: Mütter mit mehreren Kindern und Einkäufen. Sie salbadern noch zusätzlich mit der besten Freundin am Handy, während der Einkaufswagen einhändig Richtung Zebrastreifen geschoben wird und die Kinder als „Freiwild“ munter drum herum toben. Grrr!

Leute: MACHT BITTE DIE AUGEN AUF. Egal, ob ihr im Recht seid, Vorfahrt habt oder Terminhatz. Bisschen mehr auf die anderen achten täte uns allen gut. Und dem Ego schadet es auch nicht. Sonst muss ich mir wirklich noch Sidewinder-Raketen oder Schnellfeuergewehre zulegen, wie Scarecrow von Matthew Reilly.

2 Antworten auf „Mitternachtsgedanken: Jo Clahsen mit „Easy Going.““

  1. Hm, finde an ’nem Zebrastreifen sollten die Autofahrer Rücksicht nehmen. Auf der Autobahn gerne Krieg, aber in der Stadt, vor allem in Wohngebieten, mehr Rücksicht durch die übermotorisierten Boliden. Da wohnen Menschen, die im öffentlichen Raum durchaus auch mal telefonieren dürfen. Auch Mütter.

    1. Danke Peter, da bin ich aber zu 100 Prozent bei Dir. Hatte ja geschrieben, dass ich am Zebrastreifen immer auf Alarm bin. Und das wird auch so bleiben. Weil Menschen da unterwegs sind. Was mich stört, sind die Menschen, die „blind“ auf die Straße springen. Bei Blickkontakt mit dem Fahrer wird meines Erachtens viel einfacher klar, ob „der Mensch“ über den Zebrastreifen gehen will. Das schafft für beide Seiten mehr Sicherheit. Und auf der Autobahn Krieg ist auch nix. Mehr Rücksicht, wie auch heute Kai Bösel fordert, der ja nur auf zwei Rädern unterwegs ist. Dann klappt vieles besser.

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