Nachts im Mercedes Museum

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16 Stunden im Mercedes Museum.

Eine Nacht allein im Museum. Gemeinsam mit einigen der wertvollsten Schätze der ältesten Automarke der Welt. Hört sich nach einer guten Idee an? Wenn man dann zusätzlich noch die Chance bekommt, neben diesen automobilen Highlights zu schlafen, lässt sich das Angebot kaum ausschlagen.

Romantik?

Allerdings hat die grundsätzliche Idee dann doch einen faden Beigeschmack. Denn am liebsten wäre man natürlich alleine mit den Fahrzeugen. Und genauso lieb wäre es, die Fahrzeuge auch in einem anderen Kontext als der Podestplatzierung sehen zu können. Aber man nimmt ja was man bekommt. So muss man sich dann mit knapp 40 (oder so) anderen Bloggern und Fotografen arrangieren (was deutlich besser geklappt hat als ich gedacht hätte) was die Befeuerung der Fahrzeuge mit Blitz- und LED-Licht angeht und natürlich auch beim Schlafplatz mit Abstrichen rechnen. 1982 ist mein Geburtsjahr und glänzt auf der Ebene der „Aufbruchsstimmung“ mit besonders langweiligen Fahrzeugen. Gute Bedingungen zum Schlafen also (was mir 45 Minuten gelang). Neben einem SL Flügeltürer schlafen hingegen: No way! Dort wurde bis Morgens durchgeknipst.
Die Romantik, die man unter dem Titel „Nacht im Museum“ erwarten dürfte, ist also nicht gegeben.

Lichtstimmung.

So freut man sich trotzdem nach der espressogeschwängerten, ersten Wartephase auf das Ausschalten der vielen Deckenspots um 1 Uhr morgens. Denn das dann noch verfügbare Restlicht bietet die Möglichkeit, die Fahrzeuge ohne die vielen für Museen typischen Reflexionen zu fotografieren. Bei den Silberpfeilen aus blankem Metall erkennt man dann den kühlen, weichen Schimmer des Materials. Davon war ich so fasziniert, dass ich eigentlich nichts anderes fotografieren wollte. Hab ich auch nicht.

Und Sonst?

Ansonsten versucht man sich irgendwie wach zu halten. Merkt, dass man langsam alt wird und die anderen Blogger auch nicht wirklich jünger. Streift über die Etagen, mal mit Nachtsichtgerät bewaffnet, mal früh schlafende Jünglinge weckend. Wundert sich über die Vickers-Härteprüfung eines ausgestellten Bettes durch Draufspringen oder besser gesagt: Wundert sich irgendwann über nichts mehr. Steigt dann in halbwach geführte Diskussionen um das beste Auto, den besten Ferrari, das schlechteste Infotainment-System und die Teslas dieser Welt ein. Gönnt sich dann knapp 1 Stunde Halbschlaf, während Sebastian von passion:driving sich mit Teymur von teymurvisuals in Gran Tourismo battled. Stellt erschreckt fest, dass 1. irgendwie niemand mehr wirklich da ist (so alt bin ich scheinbar doch nicht. Durchgehalten!) und 2. um sechs Uhr die Grundreinigung der Böden durch das Personal erfolgt.
Und mit dem ersten Morgenlicht begibt man sich zu den 6-10 verbliebenen, hungrigen Digital Natives, die um 6-10 Tage gealtert sind und wünscht sich an einen anderen Ort. Freut sich auf die Rückfahrt.
Die war übrigens, wie schon die Hinfahrt, gemeinsam mit Teymur, Heike und Ben, einfach grandios. Fünf Sterne Deluxe.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row row_height_percent=“0″ override_padding=“yes“ h_padding=“0″ top_padding=“2″ bottom_padding=“2″ overlay_alpha=“50″ gutter_size=“3″ shift_y=“0″][vc_column width=“1/1″][vc_gallery el_id=“gallery-766530″ medias=“8012,7998,7999,8000,8001,8002,8003,8005,8006,8007,8008,8009,8010,8011,8013,8014″ gutter_size=“1″ screen_lg=“1000″ screen_md=“600″ screen_sm=“480″ single_width=“3″ single_overlay_opacity=“50″ single_padding=“2″ single_border=“yes“][/vc_column][/vc_row]

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