Nissan GT-R 2017 Ersteindruck

Mit dem 2015er Nissan GT-R konnte ich ja schon viel Zeit verbringen. Zuletzt bei unserem #thepluses3 Roadtrip. Und jeder, der mich kennt, weiss, dass ich dieses Auto liebe. Aktuell stellt Nissan in New York die überarbeitete Version vor, den Nissan GT-R (2017).

Nissan GT-R 2017 mit neuer Frontschürze.

An sich hat sich Äußerlich nicht viel getan. Ich würde sogar sagen: Für ein branchenübliches Facelift vergleichsweise wenig. Die Frontschürze wurde an den Flanken mit neuen Lüftungsschlitzen versehen, was dem GT-R doch einen noch besseren Look verleiht. Wir erinnern uns: Früher gab es an den Ecken nur ein paar Rillen an der Oberfläche und das Tagfahrlicht. Ansonsten wurde der Kühlergrill dem Markengesicht etwas angepasst, die Seitenschweller weiter ausgestellt (was man kaum sieht) und am Heck der untere Teil etwas überarbeitet. Die schwarz lackierte Gürtellinie wurde beispielsweise etwas nach oben gezogen.

Alles in allem selbst für ein Facelift sehr dezent.

Nissan GT-R 2017 Katsura Orange Heck

Alter Motor, neue Leistungsstufe.

Natürlich hat sich an Motor und Antrieb nichts geändert. Allerdings leistet der Biturbo-V6 nun 570PS und 633Nm Drehmoment.

Nissan GT-R 2017 Innenraum – alles anders!

Die mit Abstand größten Veränderungen gibt es im Innenraum. Und der hatte es ja auch dringend nötig. Seit der Einführung des GT-R hatte sich nichts grundlegend geändert. Nun also komplett neues Armaturenbrett mit größerem Navi-Display mit integrierter Audio-Steuerung und irgendwie allen Elementen an leicht anderen Stellen. Durch das neue Entertainment-System konnte die Tastenanzahl von 27 auf 11 reduziert werden. Auch die Klimasteuerung wurde geupdatet und die Lüftungsdüsen anders designed.

Bei zwei Dingen bin ich mir nicht ganz sicher, ab es mir gefallen soll: Erstens sind die drei Wippschalter für die Steuerung der Elektronik (Fahrwerk, Getriebe, ESP etc.) deutlich weiter nach unten gewandert. Ich fand es aber ganz praktisch, den Handballen auf den Schaltknauf zu legen und mit drei Fingern gleichzeitig alle drei Schalter zu bedienen. Es sieht so aus, als wäre das jetzt durch die weit nach unten gerückte Position schwieriger. Zweitens liebte ich den Startknopf unterhalb der Schaltkulisse auf dem Mitteltunnel. Der ist jetzt deutlich weiter oben und an „klassischerer“ Position.

Bei zwei anderen Dingen bin ich mir jedoch sehr sicher, dass ich sie gut finde: Erstens das neu gestaltete Lenkrad, das deutlich moderner und griffiger wirkt und zweitens, direkt hinter dem Lenkrad, die Schaltwippen für das Doppelkupplungsgetriebe, die ab sofort am Lenkrad aufgehangen sind. Bisher waren die Schaltwippen an der Lenksäule befestigt und drehten sich nicht mit dem Lenkrad mit. Sie waren zwar großflächig, aber trotzdem konnte es passieren, dass man am Kurvenausgang mit der Fingerkuppe nach der Wippe fischen musste. Hier schein Nissan ganz klar auf Kundenfeedback reagiert zu haben.

Nissan GT-R 2017 Katsura Orange Innenraum

Nissan macht alles richtig.

So oder so: Nissan macht alles richtig und sorgt mit den immer kleinen aber zeitgemäßen Anpassung dafür, dass der GT-R zu einer ähnlichen Ikone wird, wie der Porsche 911. Ich habe auch den Eindruck, dass gerade der neue Innenraum den GT-R auf ein anderes Qualitätslevel hievt. Ich bin gespannt auf die ersten eigenen Eindrücke!

Der neue GT-R kann ab April bestellt werden, die Auslieferung startet im Sommer.

 

Bildquelle: Nissan