Porsche 911 R Ersteindruck

Saugmotor und Schaltgetriebe.

Ein frei atmender Sechszylinder-Boxermotor mit 4,0 Litern Hubraum bekannt aus dem Porsche 911 GT3 RS, begleitet von einem manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe. Mehr nicht. Und diese zwei Fakten lassen im Moment Weltweit die Herzen der Porsche-Fans höher schlagen.

Auf dem Automobilsalon in Genf hat Porsche mit dem 911 R selbst eingefleischte Fans ein wenig überrascht. Fast schon um ein wenig den Untergang der reinen Saugmotoren ohne Aufladung mit einem großen Knall zu feiern und die guten alten Zeiten heraufzubeschwören, hat man sich bei Porsche ein Ziel gesetzt: Einen 911er auf die Straße zu bringen, der konsequent auf Gewichtseinsparung und auf eine Zentrierung auf den Fahrer getrimmt ist. Dazu gehört, das Fahrgefühl so analog-mechanisch wie möglich zu machen. Bedeutet: Weg, liebes Doppelkupplungsgetriebe! Das PSM wurde angepasst, die Hinterradlenkung wurde angepasst/reduziert. Eigentlich hat man nicht einfach alles rausgeschmissen, sondern eher nüchtern entschieden, was wirklich dem Fahrspaß zuträglich ist und was nicht. Die Dinge, die es sind, wurden nochmal von Grund auf geprüft. Ähnlich wie beim Nissan 370Z kann auch der Porsche auf Wunsch automatisch Zwischengas beim manuellen Schalten geben.

Alle Maßnahmen führen dazu, dass der 911 R vollgetankt gerade mal 1370kg wiegt und in 3.8 Sekunden von 0-100 km/h sprintet.

Ein großes Herz für Landstraßen-Fans und Genießer.

Es gibt so viel mehr zu diesem Auto zu erzählen. Aber am Besten seht ihr euch an, mit welcher Liebe und denglischer Wortgewalt Andreas Preuninger bei Evo über den Porsche 911 R sinniert. Denn er bringt alles auf den Punkt, was ich hier so auch schreiben würde. Entscheidend: Der Porsche 911 R ist nicht als Tracktool gedacht, sondern explizit als Fahrzeug für die Sonntagsausfahrt auf der Landstraße. Tolles Statement, Porsche!

Leider wird es den 911 R nur in einer limitierten Stückzahl von 991 Exemplaren geben. Zu Preisen ab knapp 190.000 Euro.


Bildquelle: Porsche