Dunlop Sport Maxx RT Reifen-Langzeittest

Update: Zum Nachfolgemodell Dunlop Sport Maxx RT 2 gibt es nun auch einen Artikel.

Der Dunlop Sport Maxx RT im Test.

Nachdem ich Anfang des Jahres in Dubai bei der Präsentation des Dunlop Sport BluResponse dabei sein konnte – als Prototyp der erste Reifen mit der Label-Bestnote „A“ – kam ich auf eine Idee: Warum nicht einen Reifen über lange Zeit auf Herz und Nieren testen, im Alltag, genau so, wie ihr ihn auch nutzen würdet, und euch an den Erfahrungen teilhaben lassen?
Dunlop war so freundlich mir einen Satz Dunlop Sport Maxx RT für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen.

Dabei dürften euch wohl als allererstes die Reifendimensionen interessieren. Die Sommerreifen sind auf unserem BMW Z3 Roadster 1.9i Baujahr 2001 montiert.
Vorderachse: 225/45 ZR 17
Hinterachse: 245/40 ZR 17
In beiden Dimensionen sind die Sport Maxx RT in der Kraftstoffeffizienzklasse C und der Nasshaftungsklasse A eingeordnet und erzeugen ein Rollgeräusch von 67dB.

In einem anderen Artikel beantworte ich übrigens, was die Reifendimensionen bedeuten.

Vergleich mit anderen Herstellern.

Zum Vergleich müssen natürlich die von mir in den vergangenen Jahren montierten Reifen dienen:
Hankook Ventus Sport K104 und Goodyear Eagle F1 GSD-3
Letztere haben noch lange nicht abgelebt und werden nach den Dunlops wieder montiert.

Damit ist unser Z3 übrigens in guter Gesellschaft. Der Sport Maxx RT scheint immer beliebter als Erstausrüsterreifen bei den Herstellern zu werden. Nach dem Carlsson CK63 RSR (der 340km/h Spitze erreicht) mit Reifen im 20 Zoll-Format und dem neuen Maserati Quattroporte läuft auch der brandheisse Mercedes A45 AMG (siehe hier und hier) mit den Sport Maxx RT vom Band.
Das kann durchaus als ein Indiz für die Qualität des Reifens gelten. Dann wären da noch die unzähligen gewonnenen Awards, die sich auf der Herstellerseite einsehen lassen. Darunter aktuelle Tests von sportAuto, ADAC, AutoBild, AutoTest und ÖAMTC.

Dunlop Sport Maxx RT als sportlicher Reifen positioniert.

Der Sport Maxx RT hat dabei den sportlich orientierten Fahrer zur Zielgruppe (RT steht übrigens für Racing Technology). Nachdem 2012 der Reifen in verschiedenen Dimensionen zwischen 16 und 18 Zoll angeboten wurde, wurde dieses Jahr die Palette um 25 neue Größen erweitert.
Klar: Sportlichkeit kommt beim Kunden gut an, wo doch jeder Sportlichkeit mit hohem Grip gleichsetzt. Das beim Motorsport der Bremsweg fast schon eine entscheidendere Rolle spielt (ganz wie im Alltag), dürfte jedem Kenner bekannt sein.

Ich kann natürlich nicht hingehen und Bremsweg-Tests mit verschiedenen Reifen machen oder das Handling in einem Slalom-Parcour beurteilen. Was ich jedoch kann ist euch ein Gefühl zu vermitteln ob der Reifen taugt. Und dass ihr mich kennt und wisst wie ich die Dinge beurteile dürfte es für euch leicht machen das an Informationen aus den Artikeln zu ziehen, was ihr bei einer Kaufentscheidung benötigt. Ich werde mich bemühen, meine Fahrweise und besondere Vorkommnisse zwischen den einzelnen Artikeln jeweils korrekt zu rekapitulieren.

Die ersten 5.000 Kilometer.

Inzwischen sind die Reifen seit knapp 5.000 km montiert und ich konnte einen ersten Eindruck gewinnen. Das erste sehr erfreulich an den Reifen ist das das Felgenhorn durch einen Gummiwulst geschützt wird. Dunlop nennt das MAXIMUM FLANGE SHIELD (MFS) – siehe Bild oben. Ein kleines, aber bei Bordsteinkontakt durchaus sinnvolles Feature.
Außerdem ist mir durchaus auch die Optik wichtig. Ein Auto mit hübschem Profil sieht viel besser aus, als wenn das Reifenprofil nur aus Quadraten, die durch eckige oder gezackte Linien gezeichnet sind, besteht. Klar, es sagt nichts über den Reifen aus. Aber es kann das Gesamtbild des Autos um ein subtiles Stückchen verbessern. Auch hier gefallen mir die Sport Maxx RT gut. Sie haben zwar kein V-Profil, doch der asymmetrische Aufbau mit diesen nach innen zur ersten Längsrille spitz zulaufenden Sicken sieht hübsch aus. Dem ganz detailverliebten Beobachter fällt dann auch noch der in das Längsprofil eingelassene Schriftzug auf (siehe Foto unten). Klein, banal, aber effektvoll. Gefällt mir!

Aber jetzt zum eigentlichen Fahrzeug: Der Z3 ist hart gefedert und auf der Hinterachse ziemlich freudig, was bei manchen Reifenfabrikaten durchaus problematisch werden kann. So etwa bei den Hankook Ventus Sport, mit denen bei Regen ein Anfahren an der Ampel schonmal zu einem Heckschwenker führen konnte. Ich würde jetzt gerne sagen wie es sich mit den Dunlop Sport Maxx RT verhält, jedoch hatten wir bisher leider keinen  ordentlichen Regen. Aber bald schon kommt ja der Herbst, dann wird sich das schlagartig ändern.

Die 5.000km bestanden zu gut 60% aus Autobahn, die übrigen 40% teilen sich zu gleichen Teilen in Stadt und Landstraße. Auf der Autobahn kann ich bisher nichts an den Reifen bemängeln, das Geräuschniveau (Abrollkomfort) ist im Grunde gleich zu den Goodyear. Auf der Landstraße glänzen die Sport Maxx RT mit einem hohen Gripniveau, fährt man zu schnell in eine Kurve ein (Neigung zum Untersteuern) fangen die Reifen zuverlässig den Bug wieder ein.
Vor allem vermitteln sie im Vorfeld spürbar den Punkt, an dem Grip in Untersteuern überzugehen droht. Was das dem Z3 eher gelegene Übersteuern angeht, so konnte ich noch nicht genug Erfahrungswerte sammeln. Hier ist besonders interessant, wie abrupt der Grip abreißt und wie es sich anfühlt, wenn der gewünschte Grip wieder gefunden ist. Da unser Z3 hier von keinerlei Elektronik ala ESP verpfuscht wird, lassen sich solche Dinge schön austesten. Ich hoffe dies beim nächsten Artikel thematisieren zu können.
Beim Verbrauch konnte ich keine Veränderung im Vergleich zu den Goodyear feststellen: Im Schnitt lag der Verbrauch bei 8,9 Litern Super auf 100km.

Zu kaufen gibt es den Dunlop Sport Maxx RT unter anderem bei Amazon.

8 Antworten auf „Dunlop Sport Maxx RT Reifen-Langzeittest“

  1. Hi Can,

    …meine BMW-Zeit ist zwar jetzt schon länger her, aber ich bin mir eigentlich ganz sicher, dass der Z3 „2011“ schon lange nicht mehr gebaut wurde 😉 Ich vermute daher du meinst: „2001“

    CU
    Kowalski

  2. Hey Can, bitte beim nächsten Mal die Felgen vorher reinigen und danach Fotos machen. 😛
    Das geht gar nicht 🙂

    1. @Jam:
      Also ich kann dir gerne anbieten dass du mit deiner Zahnbürste (oder der Zahnbürste deiner Geliebten) vorbeikommst und dich kümmerst. Ansonsten warte ich lieber bis unser Sohn noch ein Jahr älter ist. Dann kriegt er sowas hin und aufgrund seiner kleinen Hände kommt er auch besser zwischen die Speichen. 😉

  3. Hi,

    also ich persönlich finde den Sportmaxx einen super Reifen und habe diesen auch auf meinen Golf IV V6 4 Motion. Bisher hat mich der Reifen gut durch alle Situationen gebracht und aus diesem Grund würde ich auch nicht den Reifen wechseln.

    Von einem Freund habe ich gehört das der P-Zero von Pirelli noch gut sein soll, aber der spielt ja auch schon fast wieder in einer anderen preislichen Liga.

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