Reifenpanne und die Trennung Nummer 2 | #thepluses3 (Tag 7)

Als wir am Morgen des siebten Tages extra früh aufbrachen, da uns der Kilometerzahl nach die längste Etappe seit Tag eins erwartete, wussten wir noch nicht, was uns nach recht kurzer Fahrt in Spanien zustoßen würde.

Ausnahmsweise ging es heraus aus den Pyrenäen. Um einen Berg zu umfahren, führte uns der Weg U-förmig nach Süden ins spanische Landesinnere und etwas weiter westlich wieder nach Norden, zurück nach Frankreich.
Also fuhren wir nach dem Tanken ganz entspannt bei lauter Musik über die breite spanische Landstraße, in Erwartung der Straßengabelung, die uns wieder zurück in die Pyrenäen führen würde. Plötzlich über Funk von Sebastian die Meldung „Wir haben ein Problem„.

Der spanische Straßenrand.

Nachdem der X-Trail und wir mit dem GT-R kurz vor Verlust der Funkverbindung umgedreht und wieder zurück zum Mercedes gefahren waren, fanden wir ihn mit Warnblinkanlage am Straßenrand wieder. Beim Reifen vorne rechts hatte sich die Lauffläche stellenweise abgelöst. Nach Flattern in der Lenkung waren Katrin und Sebastian gezwungen, anzuhalten.
Einige Meter weiter bogen wir in einen Feldweg und Sebastian fing an mit ADAC und Mercedes-Service ausgiebig zu telefonieren um eine Lösung zu finden. Wenn ihr genauer erfahren wollt, was Sebastian alles gemacht hab, geht ihr am Besten rüber zu passion:driving.
Wir anderen nutzten die Gelegenheit, um ein Notfallcamp aufzubauen. Mit Klappstühlen, Bar, Picknickdecken und Sandspielen für Sonat. Die folgenden zwei Stunden saßen wir in der Sonne, hatten Spaß und versuchten ein Gefühl dafür zu kriegen, wie viel Zeit uns der zerstörte Reifen kosten würde. Wie groß sind die Chancen, hoch im spanischen Norden einen Reifen mit diesen Dimensionen zu finden? Glück im Unglück: Kein anderer Streckenabschnitt auf der gesamten Strecke hätte sich besser für eine Panne geeignet als dieser. 😉

Die zweite Trennung.

Als sich abzeichnete, dass es nicht bei den paar Stunden Zeitverlust bleiben würde, beschloßen wir anderen in den nächsten größeren Ort zu fahren und dort ein paar Sachen einzukaufen. Dann zu überlegen, wie wir weitermachen.
Noch während wir einkaufen waren, sahen wir per Glympse Katrin und Sebastian inklusive Mercedes C450 AMG auf einem Abschleppwagen gen Huesca an uns vorbeiziehen. Wir hingegen suchten uns eine Picknickgelegenheit in Jaca und fassten den Entschluss, unsere Reise wie gehabt fortzusetzen. Zunächst bis zum nächstgelegenen Hotel auf der Route, das ich herausgesucht hatte. Vor diesem Hotel in Canfranc-Estación beratschlagten wir uns nochmal. Stellten fest, dass an Tag acht die Strecke bis Biarritz viel zu lang werden würde und fuhren direkt wieder weiter. Mit rund zwei bis drei Stunden Zeitverlust fuhren wir über einen recht unspektakulären Pass, den Col du Somport, rüber nach Frankreich und nach einer kurzen Schleife in Frankreich wieder nach Spanien auf den zweiten und letzten Pass des Tages: Den Col de la Pierre Saint-Martin mit 1.760m.

Die Tage wurden länger und länger und länger.

Bei der Reiseplanung hatte ich vorgesehen, dass wir im Idealfall zwischen 15 und 17 Uhr am jeweiligen Zielort wären. Besonders wegen Sonat, der nicht den ganzen Tag im GT-R verbringen soll. Real waren wir trotz eigentlich kaum mehr als 100km pro Tag immer wieder erst deutlich später am Ziel. An Tag drei hatten Sonat, Belgin und ich uns schonmal deswegen vom restlichen Team getrennt. Auch der heutige Tag drohte viel zu lang zu werden. Den schwer beeindruckenden letzten Pass wollten wir doch noch per Drohne einfangen. Er hatte landschaftlich so viel zu bieten, dass wir nicht anders konnten. Das Alles nur für euch Leser!  Schmale Felsplateaus – wenige Zentimeter auseinander – ragten wie bei einer „Fallenszene“ in Indiana Jones aus dem Boden. Weit über die Berge verteilt rotteten sich die kahlen Felsen zu dicht gedrängten Ansammlungen zusammen. Die Abendsonne begleitet uns während der Dreharbeiten und zog immer länger Schatten hinter uns her. Nach einem Tunnel führte die Straße durch eine Schleife. Eine ideale fast-360-grad Kurve, bei der man am Ende unter der eigenen Straße hindurchfährt. Dann sich zu Geraden formende Kurven, die immer länger und lässiger wurden. Immer breiter wurden. Begleitet von der rötlich-goldenen Sonne jagten wir an Herden von Kühen und Schafen vorbei, fast ganz allein auf dem Pass und hinunter ins Spanische Isaba, wo wir zum ersten Mal etwas länger brauchten, um eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden und zum ersten Mal mit dem GT-R durch eine spanische Gasse fuhren, bei der wir die Aussenspiegel einklappen mussten.
Inzwischen wussten wir auch von Team Sebastian, dass es Reifen bekommen soll. Allerdings erst am Abend des nächsten Tages. Wir wussten: Erst in Biarritz würden wir uns wiedersehen.

P.S.: Heute gibt es extra viele Fotos für euch!

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Fahrzeug: Nissan GT-R Black Edition MY15

Lackierung: Sunset Red
Felgen: Geschmiedete RAYS Superleichtbau-20″ Aluminiumfelgen im 10 Speichen Design
Polster/Leder: Recaro-Lederpolsterung Schwarz/Rot

Motor: V6-Bi-Turbo-Motor
Hubraum: 3.799cm3
Leistung: 404 kW (550 PS)
Drehmoment: 632 Nm
Getriebe: 6-Gang Doppelkupplungs getriebe
Antrieb: Allradantrieb
Beschleunigung 0-100 km/h: 2,7 s
Höchstgeschwindigkeit Vmax: 315 km/h

Türen/Sitze: 2/4
Verbrauch kombiniert: 11,8 l/100 km
CO2-Emission: 275 g/km

Preis Testfahrzeug: ab 98.000,- €

Live auf thepluses.de oder per Hashtag #thepluses3
Youtube: thepluses.

Die Vergangenheit:

thepluses2 im Überblick.
thepluses1 im Überblick.

Die Beteiligten:

Blog: Sebastian Bauer von passiondriving.de
Blog: Can Struck von driversgroove.com
Video: Cinephiles Köln
Musik: Theo P. Lewis

Bildquelle: Can Struck / Driver’s Groove

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