Reisevorbereitungen für den GT-R Trip in die Pyrenäen | #thepluses3

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Der Puls steigt immer weiter und das Herz pocht wild in der Brust. Der rote Nissan GT-R steht kommenden Samstag vor der Tür, doch bis dahin muss noch einiges erledigt werden…

Minimiertes Reisen bei beschränktem Raum.

Wenn man mit dem Flieger in den Urlaub fliegt, gibt es einen Richtwert: Alles, was in den Reisekoffer passt, kann mit. Plus Handgepäck. Wenn man mit einem Nissan GT-R verreist, sind die Bedingungen ähnlich. Alles was in den Kofferraum passt, kann mit. Der ist dann auch noch erfreulich groß – im Vergleich zu anderen Sportwagen wie etwa dem R8, mit dem wir vergangenes Jahr, ebenfalls gemeinsam mit Sebastian von passion:driving in einem zweiten Fahrzeug, verreist sind. Außerdem gibt’s neben unserem Sohn, hinter dem Fahrersitz, auch noch ein klein wenig Stauraum.

Wenn da nicht die Reisedauer wäre… 14 Tage lang sind wir im Rahmen von #thepluses3 unterwegs. Die Hälfte der Nächte in etwa wollen wir im Zelt verbringen, die andere Hälfte im Hotel. Doch sind wir es dank unseres BMW Z3 gewohnt, das Gepäck auf das nötigste Minimum zu reduzieren. Wir sprechen da von Einkaufstüten statt Koffern. Jepp.

Selbst das Zelt plus die Isomatten und ein wenig Kleidung unterzubringen wäre kein Problem. Doch kommt dann auch noch ein riesiger Batzen Equipment drauf, der sich kaum einschränken lässt. Und ein kleines Kind haben wir ja auch noch dabei. Wie soll das nur alles funktionieren?

Im Vorfeld machen wir uns immer genau Gedanken darüber, was wir wirklich benötigen und was wir eventuell durch etwas Anderes ersetzen können. Beispiel: Statt zwei bis drei Isomatten haben wir nun eine selbstaufblasende Matratze, die groß genug für zwei Personen ist. Gar nicht so leicht aufzutreiben! Spart aber schon wieder Platz. Was alles auf so einem Trip durch die Pyrenäen mitkommen muss, das zeige ich euch jetzt.

1. Übernachtungen.

Für die Nächte brauchen wir ein Zelt, die Isomatratze, zwei Schlafsäcke, Kissen (statt einem richtigen Kissen kann man auch Handtücher in einen Kissenbezug legen), Taschenlampen, Flip-Flops, einen Hammer (zu oft liegt kein großer Stein zum Einschlagen der Heringe rum), Handtücher, Kulturbeutel (besser mit kleinen Probierfläschen), einen Steckeradapter für Eurostecker (Campingplätze bzw. Wohnmobile haben einen eigenen Standard), eine Steckdosenleiste und Autan gegen Mückenstiche. Das Zelt wird uns dieses Jahr von Heimplanet gestellt (zu sehen oben auf dem Foto). Ich liebe zwar unser eigenes Vaude-Zelt dank des simplen Aufbaus, aber die aufblasbaren Zelte von Heimplanet finde ich von der Idee her so spannend, dass ich es unbedingt mal austesten wollte. Die haben sogar ein Zelt im Angebot, dass sich an den Kofferraum eines Audi Q3 „andocken“ lässt! Dieses Zelt hatte mich damals auf die Marke aufmerksam gemacht.

2. Kleidung.

Hier lässt sich viel Platz sparen. Braucht man wirklich mehrere Outfits? Da man die meiste Zeit im Auto sitzt, kann man auch 3 bis 4 T-Shirts, 2 lange Hosen, 2 kurze Hosen und ein Dutzend Socken und Unterwäsche mitnehmen. Wichtig ist nur, dass man an Handwaschmittel denkt, um zwischendurch die Sachen waschen zu können. Gerade auf Campingplätzen ein leichtes Unterfangen. Und sollte es doch mal hart auf hart kommen: Einfach in den nächsten Laden und ein T-Shirt kaufen! Es gibt keinen Ort auf der Welt, an dem man nicht günstig Ersatzkleidung bekommt. Daneben braucht man nur noch ein paar Schuhe, die Sonnebrille und eine Kopfbedeckung.

3. Während der Autofahrt und Verpflegung.

Das mit Abstand wichtigste ist die Sonnenbrille! In den Regionen, in denen wir unterwegs sind, kommt direkt nach der Sonnenbrille dann auch schon der Sonnenschutz für die Windschutzscheibe wenn man das Auto mal abstellt. Sonnenschutz für die Seitenscheiben (schwarzer Stoff mit Saugnapf) muss auch mit. Gerade in einem Sportwagen sitzen Kinder hinten oft so, dass die Sonne durch die flache Heckscheibe ungehindert auf den Kopf knallt.

Ansonsten sollte man immer etwas Essbares griffbereit haben, das sich bei den zu erwartenden 40 Grad im Schatten nicht in Wasser auflöst. Baguette und Honig beispielsweise. Oder trockene Kekse. Wasser zu trinken bekommt man überall. Zusätzlich haben wir uns isotonisches Pulver zum Mischen mit dem Wasser geholt.

Zumindest wird der Kofferraum des GT-R nicht zusätzlich so extrem aufgeheizt, wie es im R8 der Fall war. Dafür ist es im GT-R der Mitteltunnel, der den Innenraum aufgrund der zwei Kardanwellen nochmals gefühlte 5 Grad nach oben treibt. Cupholder: USELESS!

In unserer Situation ist die Herausforderung während der Fahrt übrigens, alle Geräte mit Strom zu versorgen bzw. Akkus zu laden. Mehrere 12V-Adapter und diverse Ladelösungen für’s Auto helfen uns da weiter. Wie die GoPro den Einsatz an der Windschutzscheibe temperaturtechnisch verkraften wird, bleibt abzuwarten.

4. Blogger-Equipment.

Kameratasche mit DSLR plus Objektiven, Stativ mit Tasche, GoPro plus Zubehör im Koffer, Funkgeräte im Koffer, Tablet und mehrere Smartphones, Ersatzakkus, Macbook und externe Festplatten, einige laufende Meter Kabel für diverse Anwendungen… eine endlose Liste an Technik, die vermutlich mindestens 1/3 des verfügbaren Platzes einnehmen wird. Ändern lässt sich das leider nicht, dürfte bei einer rein privaten Fahrt aber deutlich weniger sein.

5. Live per LTE?

Eine größere Problematik stellt unser Vorhaben dar, live während der Reise – soll heissen täglich – unsere Blogpostings plus das Video online zu stellen. Wir werden uns also jeden Abend hinsetzen, Video schneiden, Fotos nachbearbeiten und Texte verfassen. Dazu benötigen wir im EU Ausland ausreichend Datenvolumen. Ob wir dort ein Netz vorfinden, das schnell genug ist, wissen wir bis heute nicht. Die Netzbetreiber konnten uns keine Auskunft geben. 3G scheint realisitisch zu sein, 4G wohl eher nicht. Ich kann in meinem T-Mobile Tarif Magenta Eins das Datenvolumen per Europa-Option auch im Europäischen Ausland nutzen. Solange ich von meinen 1,5GB pro Monat etwas übrig habe, nutze ich das in Spanien und Frankreich also so, als wäre ich in Deutschland.

Zusätzlich haben wir uns prepaid SIM-Karten vom Britischen Anbieter ThreeUK geholt. Mit diesen erhält man für 15 britische Pfund „All-You-Can-Eat-Data“ an allen „Feel-At-Home-Destinations“. Bedeutet: Unbegrenztes Datenvolumen in Spanien und Frankreich. Damit hoffen wir auf die datenintensiven Bild- und Videouploads vorbereitet zu sein. Sebastian hat bisher die Erfahrung gemacht, dass dem Tethering kein Riegel vorgeschoben ist. Im schlimmsten Fall können wir nur in den Hotels – also jede zweite Nacht – per WLAN unsere Beiträge hochladen. Drückt uns die Daumen!

Während wir unterwegs sind, senden wir über unsere Smartphones ständig per Internet unseren Standort an Glympse. So könnt ihr uns auf thepluses.de live verfolgen. Und natürlich werden wir per Instagram, Twitter und Periscope jederzeit das Netz mit unseren Infos befüllen.

Noch eine Woche, Ladies and Gentleman!

Könnt ihr euch vorstellen, wie aufgeregt wir sind? Gestern in einer Woche geht es los. Heute in einer Woche sind wir schon auf dem Weg von Lyon ans Mittelmeer. Wir können es kaum erwarten, besonders wie unser Sohn Sonat mit der Situation umgehen wird. Direkt von Köln aus sind wir mit zwei Fahrzeugen unterwegs (Wir im GT-R und das Filmteam in einem Nissan X-Trail) und werden dank der Funkgeräte langsam ins „Roadrip-Feeling“ kommen. Und danach stehen uns zwei mit hoher Wahrscheinlichkeit unvergessliche Wochen in den Bergen bevor. Davor werde ich noch zwei Tage in Portugal den neuen Audi R8 V10 auf dem Autódromo do Algarve um die Kurven scheuchen, um auf den Geschmack zu kommen.

LIVE Berichte thepluses3:

Live auf thepluses.de oder per Hashtag #thepluses3
Youtube: thepluses.

Die Vergangenheit:

thepluses2 im Überblick.
thepluses1 im Überblick.

Die Beteiligten:

Blog: Sebastian Bauer von passiondriving.de
Blog: Can Struck von driversgroove.com
Video: Cinephiles Köln
Musik: Theo P. Lewis

 

Bildquelle: Can Struck / Driver’s Groove