#thepluses1: Alpentrip mit Audi R8 V10 plus und Audi TT RS plus (Teil 3)

Und mit diesem Teil wird die Geschichte auch enden. Denn: Alle guten Dinge enden irgendwann. Genauso wie wir Sonntag Abend müde aus dem TT RS ausgestiegen sind, sollt ihr am Ende das Gefühl haben: „Was? Kein Teil 4?“ Unsere Enttäuschung und unser Nachtrauen sollt auch ihr spüren, nachfühlen und am besten gleich darauf selbst einen dieser beiden Audis kaufen und damit direkt in die Alpen fahren. Denn was gibt es besseres im Leben?

Aber fangen wir dort an, wo wir in Teil 2 aufgehört haben. Nachdem wir in Teil 1 reingefahren sind in die Alpen, bei Teil 2 durchgedreht und ausgespuckt wurden, so dass wir erstmal unsere Organe neu sortieren mussten, geht es nun um unsere Fahrt im TT RS plus, am Heck des R8 V10 plus klebend, zurück Richtung Deutschland. Mit einer Besonderheit: Möglichst viele Umwege! Übrigens: Nach dem Klick auf „weiter“ seht ihr einen Fotobeweis für unsere Durchfahrt der Mautstelle um Punkt 20.00 Uhr.

Dass ich nicht mehr im R8 sitze, ist eigentlich halb so wild. Denn ich hatte mich insgeheim schon darauf gefreut, den R8 bei voller Fahrt von außen sehen zu können.

Sebastian hatte mich am Abend zuvor zusätzlich heiß gemacht, als er mir – unter zustimmendem, nicht enden wollendem Nicken seiner Freundin – erklärte, dass der R8 im Rückspiegel eine wirklich einmalige Erscheinung sei. LED-Tagfahrlicht, breiter Schlund, breite „Stance“. Die nächsten hundert Kilometer würden Melegim und ich das alles genießen und uns auch mal mit dem TT RS plus auseinandersetzen. Sebastians tolle Berichterstattung findet ihr übrigens hier: Teil 1 und Teil 2.

Nach dem Frühstück (ihr erinnert euch? Die vielen Fliegen) ging es direkt wieder in die Berge. Leider wurden wir von ungewöhnlich viel Verkehr ausgebremst, für den sich Sebastian mehrmals entschuldigte. Busse, Autos, LKWs, Motorradfahrer. Alles mit Rädern war irgendwie dorthin unterwegs, wo wir auch hinwollten. Normalerweise sei es hier völlig leer, meinte Sebastian.

Das Weiterfahren im Schneckentempo hatte so gar keinen Sinn, weswegen wir dann irgendwo in einem kleinen Ort tankten und es wie jedesmal etwas ruhiger angehen ließen. Verrückterweise war danach die Straße frei. Keine Autos mehr und das Kühtai ganz für uns.

Sebastian wollte aus einem bestimmten Grund hier hin: Links und Rechts der Fahrbahn gibt es große asphaltierte Flächen, was das Wenden und Fotografieren deutlich vereinfacht. Auf den anderen Pässen hätten wir, um zumindest ein Dutzend brauchbare Aufnahmen der Autos zu bekommen, mindestens bis zum nächsten Aussichtspunkt fahren müssen. Sonst ist wenden unmöglich. So konnten wir am Kühtai ganz nach Gusto auf und ab fahren. Daneben sind die Galerien am Kühtai ein absolutes Must-See. Langgestreckte, überdachte Kurven und dazu – wie immer natürlich – das Alpenpanorama. Davon kriegt man einfach nie genug.

Im Vergleich zum R8 ist der TT RS vollkommen anders zu fahren. Er will Drehzahl, der Ladedruck will aufgebaut werden. Plötzlich war ich mit der Situation konfrontiert deutlich öfter schalten zu müssen um im passenden Drehzahlbereich zu bleiben. Außerdem ist das Zurückschalten eine ganze Ecke unangenehmer als im R8. Da die Drehzahl nicht angepasst wird, fühlt es sich ruckartiger an. Ich hab dann immer das Gefühl meinem Beifahrer böses anzutun. Abgesehen davon fühlt man sich am Steuer des TT um viele Kilo leichter. Dass die Sitze nicht soviel Seitenhalt bieten wie im R8 (sie sind auch nicht zu verstellen) empfand ich im direkten Vergleich schon als störend. Während Sebastian ganz begeistert davon war, wie weit er das Lenkrad im TT an seine Brust fahren kann und überhaupt die perfekte Fahrposition fand, ging es mir andersrum. Im R8 saß ich perfekt, im TT fehlte mir ein wenig die Verbindung zum Auto.

Nach den ganzen Aufnahmen am Kühtai folgte schon die nächste Pause bei McDonalds in Imst. Als ich wieder zum Parkplatz kam war Sebastian in ein Gespräch mit ein paar jungen Autofans vertieft. Der R8 schien es ihnen angetan zu haben. Für das nun folgende Hahntennjoch noch flink die Gopro am R8 montiert und los ging’s. Das Hahntennjoch hat auch wieder seinen ganz eigenen Reiz: Hier geht es vorbei an kahlen, steilen Felswänden zur Linken und einem angsteinflößenden, steilen Abhang zur Rechten, vor dem die Autos einzig durch eine Holzleitplanke geschützt werden. Man könnte es auch so formulieren:

Auf beiden Seiten ist der Tod sicher. Belohnt wird man mit einem an- und abschwellenden Motor-Echo je nachdem, wie kahl die Wand tatsächlich ist.

Mit diesen zwei Pässen kann am zweiten Tag nichts mehr mithalten. Namlospass und Ammersattel verblassen zu schön gebauten Landstraßen, die fahrerisch ordentlich was zu bieten haben, nicht aber landschaftlich. Sie Kurven sind perfekt austarriert und lassen den Fahrer in einen fast ekstatischen Dauer-Links-Rechts-Zustand verfallen. Wir könnten das auch noch eine Ewigkeit genießen, doch inzwischen macht uns auch der Blick auf die Uhr Sorgen. Spätestens 19 Uhr wollten wir in Köln sein, das den ganzen Tag über bereits als Ziel im Navi programmiert war. Die Uhr tickte und die Ankunftszeit war längst über das Ziel hinausgeschossen.

Irgendwann war denn auch der letzte Pass vorbei und unsere R8-Begleitung verabschiedet. Uns war klar: Alles, was hiernach kommt, ist stupides Autobahn-Vollgas-Fahren. Was für ein vernichtender Kontrast zum Programm der letzten zwei Tage. Eine Wahl haben wir natürlich nicht. Trost ist nur, dass der TT RS selbst in obersten Geschwindigkeitsregionen mit einer bewundernswerten Leichtigkeit zwischen den Tempi wechselt. Ausgebremst werden kostet keine Zeit, einzig die mangelnde Bereitschaft zum häufigen Tanken bremst uns aus. Die gesamte Fahrt über hören wir das Album von The Ocean auf und ab und sind bemüht, es in unserem Gehirn fest mit diesem Wochenende zu verknüpfen. Wenn wir es dann irgendwann wieder hören, wird es uns für immer an das Wochenende erinnern.

Um 21:00 Uhr Ortszeit kommen wir todmüde und verschwitzt in Köln an, bis mindestens 23:00 scheint mein Körper immernoch zu denken, das wir fahren. Er weiss eben, was gut für mich ist.


Alle Artikel zu #thepluses2:

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Strecke: Route des Grandes Alpes, Südfrankreich
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Passion:Driving – Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4

Alle Artikel zu #thepluses1:

Fahrzeuge: Audi R8 V10 Plus & Audi TT RS Plus
Strecke: Österreichische / Italienische Alpen
Driver’s Groove – Prolog | Teil 1 | Teil 2 Teil 3 | Fahrbericht
Passion:Driving – Teil 1 | Teil 2

Fahrzeug: Audi R8 V10 plus

Motor: 5.204cm³ 10-Zylinder Benzinmotor
Antrieb: Allradantrieb
Leistung/Drehmoment: 550PS (404kW) / 540Nm
Beschleunigung 0-100 km/h: 3,5s
Höchstgeschwindigkeit Vmax: 317 km/h
Getriebe: 7-Gang, Doppelkupplungsgetriebe
Türen/Sitze: 2/2
Verbrauch kombiniert: 12,9l/100km
Preis Testfahrzeug: 187.580,00 €
Sonderausstattungen (Auszug): Sepangblau Matteffekt, Aluminium-Schmiederäder Titanoptik, Vollleder Feinnappa, Abdeckung Mittelkonsole in Carbon Sigma Audi exclusive, AMI, Bedienelemente in Wildleder, Blueuooth, Einparkhilfe plus mit Kamera, R8 Multifunktionslenkrad (unten abgeflacht, mit Schaltwippen)

Fahrzeug: Audi TT RS plus Coupé

Motor: 2.480cm³ 5-Zylinder Benzinmotor mit Turboaufladung
Antrieb: Allradantrieb
Leistung/Drehmoment: 360PS (265kW) / 465Nm
Beschleunigung 0-100 km/h: 4,1s
Höchstgeschwindigkeit Vmax: 280 km/h
Getriebe: 7-Gang, Doppelkupplungsgetriebe
Türen/Sitze: 2/4
Verbrauch kombiniert: 8,5l/100km
Preis Testfahrzeug: 72.840,02 €
Sonderausstattungen (Auszug): TT RS Schalensitze vorn, Navigationssystem plus mit MMI, Einparkhilfe hinten, Berganfahrassistent, BOSE Surround Sound, AMI, Bluetooth, Optikpaket Aluminium matt, Lichtpaket, Erweitertes Lederpaket, Innenspiegel automatisch abblendend

5 Antworten auf „#thepluses1: Alpentrip mit Audi R8 V10 plus und Audi TT RS plus (Teil 3)“

    1. @ Stephan
      Hallo Stephan,

      vielen Dank! Ja, das Video soll noch kommen. Allerdings erfordert das eine ganze Menge Arbeit und die Zeit dafür zu finden ist nicht so einfach. Ganz abgesehen davon dass es der erste Gehversuch mit ordentlicher Kamera war und die Aufnahmen sich deswegen nur begrenzt nutzen lassen (Man lernt ja immer dazu). Früher oder später kommt aber noch was 🙂

      Grüße
      bycan

  1. Finde auch dass dein Bericht gelungen ist. Der Audi R8 V10 plus gefällt mir besonders in blau gut, und dann auch noch in matt…

  2. Ich gebe es neidlos zu, Audi TT RS Plus Coupé – ein tolles Auto! Bei dem Alpen-Trip wäre ich gern dabei gewesen. Aber ich freue mich schon auf das Video, was hoffentlich bald folgt.

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