#thepluses2 – Wenn die Spannung ins Unermessliche steigt

Was ihr da oben auf dem Foto seht, das ist unser Wohnungsflur. Da hängt lässig eines meiner Fotos, die ich im Rahmen von thepluses vergangenes Jahr gemacht hatte, an der Wand. Gedruckt auf Alu-Dibond, wodurch uns jede Nacht, wenn das Licht im Flur an ist, die Tagfahrleuchten des R8 metallisch schimmernd entgegenleuchten. Es war mit einem Wort: Einfach nur geil. Und dabei hatten wir damals gar keine besonderen Ansprüche. Wir sind einfach drauf los gefahren und herausgekommen ist ein ganz besonderer Trip. Doch das wisst ihr ja alles schon, ich will mich nicht ständig wiederholen.

Dieses Jahr fahren wir nicht einfach über ein paar Pässe, sondern eine fixe Route mit Tradition und einem anerkannten Namen: Die Route des Grandes Alpes. Entsprechend haben wir deutlich mehr Zeit in die Planung investiert.

Herausgekommen sind GMaps Karten pro Tag mit allen Pässen, allen Routen, Sehenswürdigkeiten und Campingplätzen. Hinterher werden wir die euch bestimmt zur Verfügung stellen. So leicht ist es nämlich gar nicht eine pro Tag machbare Strecke zu definieren und auch Alternativen im Kopf zu haben  falls mal etwas nicht so ganz funktioniert. Aktuell sagt der Wetterbericht beispielsweise Regen voraus. Und die Bilder vom Timmelsjoch mit meterhohem Schnee machen auch nicht wirklich Hoffnung.

Andererseits: Es wäre ja völlig langweilig wenn wir einfach durchfahren, ohne auf Hindernisse zu stoßen und ohne inne zu halten. Wir beugen uns lieber dem Schicksal. Sollten Pässe plötzlich nicht mehr befahrbar sein müssen wir eben umkehren und uns einen Weg am Fuß des Berges suchen. Und wenn wir dadurch unser Tagesziel nicht erreichen, dann müssen wir eben woanders campen. Das ist ja das schöne am Zelten.

Eines kann ich euch sagen: Wieviel zusätzlicher Aufwand durch das Filmen der Reise entsteht kann man sich vorher gar nicht vorstellen. Zighunderte Kabel haben wir bestellt. Festplatten müssen vorgehalten werden. Mikrofone, richtige Stative, richtige Cases, Befestigungsmöglichkeiten. Pläne was man wie zusammensteckt um hinterher wenig Arbeit zu haben (der arme Jonas). Tabellen um Notizen zu Geschehnissen zu machen. Lademöglichkeiten im Auto, am Auto, am Campingplatz und im Hotelzimmer. Die Liste ist endlos. Aber wir haben früh angefangen und im Moment das Gefühl, dass alles richtig läuft. Wir sind bereit und warten nur noch auf den einen Tag. Auf den Samstag. Dann nämlich geht es für uns Kölner nachmittags mit dem RS5 und dem Q7 los in Richtung Karlsruhe. Dort werden wir alle zusammentreffen (Sebastian und Katrin im R8 V10). Abends nochmal gemütlich alles durchgehen und spätestens dann feststellen wie naiv wir waren und wieviel wir trotzdem vergessen haben. Oder auch nicht. Auf Letzteres hoffe ich. Und natürlich auch auf einen nebelfreien Blick auf’s Meer.

Bildquelle: Can Struck/ Driver’s Groove

Kommentare sind geschlossen.