Unverhofft kommt oft. Überraschungspass! | #thepluses3 (Tag 2)

Nach dem Start in Andorra, genauer in Pas de la Casa, wussten wir, dass bereits wenige Kilometer hinter unserem Hotel (übrigens ist das Petit Hotel sehr empfehlenswert) den nächsten Pass von unserer Liste streichen würden. Zwar ist der Port d’Envalira mit 2.407 Metern kein kleiner Zeitgenosse, aber durch unseren Start vom Hotel jenseits der 2.000er Marke kommt die Höhe gar nicht richtig zur Geltung. Erschwerend kommt hinzu, dass der Pass stark befahren ist und eigentlich eher einer beliebten Bundesstraße zur Rush Hour gleicht.

Relativ schnell hat sich dann bei uns Ernüchertung breit gemacht. Das war er also? Der einzige Pass, den wir heute auf dem Plan stehen hatten? Das kann es doch nicht sein…

Um Andorra, in Andorra und um Andorra herum.

Noch auf der Passhöhe haben wir deswegen einen neuen Plan geschmiedet. Wenn wir von der Hautpstraße quer durch Andorra abweichen – so stand es irgendwo im Internet geschrieben – dann gäbe es einen sehenswerten Pass. Umweg: Knapp 13 Kilometer, oder so. Gesagt, getan. Nicht umsonst haben wir ja mit Puffern geplant. Doch auch der Umweg wollte uns nicht zu einem schönen Pass führen. Jonas an der Videokamera war schon sichtbar enttäuscht. Die Alternativroute endete auch noch auf einem frisch asphaltierten Straßenabschnitt, der irgendwo so frisch asphaltiert war, dass die Walzen der Asphaltiermaschinen noch am wackeln waren. Auf dem Rückweg mussten wir erstmal ein Picknick unter einem netterweise Schatten spendenen Baum machen, um das alles zu verdauen. So enttäuschend soll der zweite Tag sein? Wie um das noch zu forcieren spielten auch noch die Reifendrucksensoren im GT-R verrückt. „Bitte eine Nissan-Werkstatt aufsuchen“. Ja, klar. In Andorra zum High Performance Center… Schien sich zum Glück nur um eine Fehlermeldung zu handeln, die der GT-R in Zukunft verschluckte.

Spaniens beglückende Straßen.

Kurz nach einem Kaffee und einer McDonalds-Tiefgarageneinfahrt mit etwas optimistischen Rampenwinkeln fanden wir uns in Spanien wieder. Die Straßen wurden weiter, der Asphalt freundlicher und die Stimmung etwas heller. Doch dann passierte etwas völlig unerwartetes. Mit dem Kommando aus dem Kamerafahrzeug „wenn ihr wollt überholt uns und habt Spaß“ eröffnete sich plötzlich eine Kurvenflut über uns, die einem Sommergewitter gleich mit solcher Heftigkeit über uns hereinbrach, dass Belgin noch mit dem Starten der GoPro beschäftigt war während die Reifen schon wimmerten und Sonat hinten „Yipiee, Baba lass die Reifen quietschen!“ rief. Und. Es. Nahm. Kein. Ende.

Wenn man den Himmel findet und die Turbos schwallweise Luft schauffeln.

Es sind nicht einfach irgendwelche Kurven, die einen als Fahrer fordern und ein Lächeln ins Gesicht meiseln. Es ist auch nicht eine Aneinanderreihung von extremen Kurven wie Serpentinen oder Haarnadelkurven. Es sind Kurvenfolgen, die einer Melodie gleichen, eine Spannung aufbauen. Eine Geschichte erzählen und einen vom ersten bis zum letzten Takt bei Laune halten. Die Mischung aus Wechselkurven, scharfen Kanten, sich zuziehenden Kehren und langen, ausladenden, nie enden wollenden Kurven macht es. Und genau das hatte der El Cantó mit 1722 Metern zu bieten. Stunden haben wir dort verbracht. Die Fahrzeuge besser kennengelernt und auch ihre Grenzen ausgelotet. Mann, lässt sich der GT-R filigran bewegen! Der Wille jedes einzelnen Rades lässt sich erfühlen und durch Lenkung und Gas bewusst manipulieren. Ich bin angefixt.

Am Ende des Tages führte uns unsere Route an den malerischen Fluss La Noguera Pallaresa: Auf den Campingplatz „Nou Camping“ direkt im katalanischen Dörfchen La Guinggueta d’Àneu.

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Fahrzeug: Nissan GT-R Black Edition MY15

Lackierung: Sunset Red
Felgen: Geschmiedete RAYS Superleichtbau-20″ Aluminiumfelgen im 10 Speichen Design
Polster/Leder: Recaro-Lederpolsterung Schwarz/Rot

Motor: V6-Bi-Turbo-Motor
Hubraum: 3.799cm3
Leistung: 404 kW (550 PS)
Drehmoment: 632 Nm
Getriebe: 6-Gang Doppelkupplungs getriebe
Antrieb: Allradantrieb
Beschleunigung 0-100 km/h: 2,7 s
Höchstgeschwindigkeit Vmax: 315 km/h

Türen/Sitze: 2/4
Verbrauch kombiniert: 11,8 l/100 km
CO2-Emission: 275 g/km

Preis Testfahrzeug: ab 98.000,- €

Live auf thepluses.de oder per Hashtag #thepluses3
Youtube: thepluses.

Die Vergangenheit:

thepluses2 im Überblick.
thepluses1 im Überblick.

Die Beteiligten:

Blog: Sebastian Bauer von passiondriving.de
Blog: Can Struck von driversgroove.com
Video: Cinephiles Köln
Musik: Theo P. Lewis

Bildquelle: Can Struck / Driver’s Groove

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