Willkommen am Atlantik.| #thepluses3 (Tag 8)

Mit dem Abend des achten Tages würde unsere Pyrenäendurchfahrt ein Ende finden. Von unserem Startpunkt in Spanien aus führte uns die Route an Tag 8 über drei kleinere Pässe auf direktem Weg nach Biarritz und damit an den Atlantik.

Ein letztes Mal sollte der sunset-rote uns über Pässe begleiten. Auch wenn hinterher die lange und langweilige Rückfahrt nach Deutschland kommen würde – eigentlich hatten wir den letzten „richtigen“ Tag mit dem GT-R vor uns.

Autonerds international.

Doch zuerst mussten wir wie so oft tanken. An der Tankstelle fragte mich der nette, junge spanische Tankwart, ob er denn ein Foto vom GT-R machen dürfe. Bald schon waren zwei äußerst freundliche und offensichtlich aufgeregte Spanier mit ihren Smartphones beschäftigt und machten Fotos. Bedingt durch Sonat und seine – nennen wir es mal – „natürliche Bedürfnisse“ mussten wir etwas länger an der Tankstelle bleiben. Einer der beiden Tankstellen-Mitarbeiter fragte mich plötzlich, ob er sein Auto holen könne, um von beiden Autos Fotos zu machen. Kurz darauf rannte er los um sein Auto zu holen.

Einige Minuten später sahen wir einen tiefblauen Mitsubishi Lancer Evo IX um die Ecke fahren und neben dem GT-R parken. Was für ein Schmuckstück! Sein Instagram-Profil zeigt übrigens, dass er selbst auch öfter Pässe fährt. Warum auch nicht, wenn man sie direkt vor der Haustüre hat?

Berge: Fade out now.

Die Grenze nach Frankreich überquerten wir bereits auf dem ersten Pass. Mit 1.573 Metern ist der Port de Larrau auch der höchste Pass des Tages. Danach folgen der Col Bagargiak bzw. Bagargui mit 1.327 Metern und am Ende der Col de Burdincurutcheta mit 1.135 Metern. Sie sind allerdings von der Streckenführung her eher normale Landstraßen, weswegen uns im GT-R gar nicht auffiel, dass wir bald schon alle Pässe durch hatten. Natürlich kein Vergleich zu den krassen Pässen der vergangenen Tage. Auch wenn auf der einen Seite die Trauer immer größer wurde, dass die Berge niedriger werden und kaum noch in den Himmel stechen, so bedeutet dass doch auch zeitgleich Gutes: Wir näherten uns 0 Höhenmetern und damit dem Atlantik.

Zieleinfahrt in Biarritz und der Besuch am Atlantik.

Schon um 15:00 Uhr kamen wir in Biarritz im Hotel an. Erstmals hatten wir unsere Planung sogar untertroffen. In Biarritz regnete es allerdings und die eher bescheidenen Hotelzimmer taten ihr übriges, um die Stimmung ein wenig zu drücken. Trotzdem machten wir uns direkt auf ins Zentrum der Stadt um Biarritz und vor allem den Atlantik zu sehen.

Endlich: Am Grande Plage standen wir im Sand und blickten auf die hohen Wellen des Meeres. Sahen die Surfer um uns herum, die Touristen und die Familien, die hier badeten – trotz der Kälte und des Regens. Sonat war hellauf begeistert vom Meer, zog fest an meiner Hand und wollte näher ran. Er stieg allein auf ein altes, verblasstes Karussell auf und fuhr begeistert in einem kleinen Flugzeug sitzend seine Runden. Und in dem Moment wurde es mir nochmal so richtig klar, wer der eigentliche Held unserer Reise war. Nur einer hatte immer gute Laune, hat sich nie beschwert und alles akzeptiert, was er aufgetischt bekam. Nur einer hatte jede Sekunde Spass und ließ es sich nicht anmerken, wenn dem dann doch mal nicht so war. Nur einer saß auf meinem Schoß, umarmte mich und erzählte mir von vielem. Was er noch gerne machen möchte zum Beispiel oder aber was er tolles Neues entdeckt hatte. Und machte damit die Momente hoch oben auf den Bergpässen zu etwas noch wundervollerem für mich. Sonat, du bist der beste Roadtrip-Buddy ever. Ich liebe dich.

Natürlich gilt mein Dank daneben auch der Crew des Begleitfahrzeugs, die immer einem Uhrwerk gleich ihren Job tat: Cem, immer gut gelaunt am Steuer des X-Trail. Milena, immer mit einer Alternativroute und jeder Menge Wissen über die Region in petto. Jonas an der Kamera und mit dem Blick für die ganz besonderen Aufnahmen.

Danke auch an Nissan Deutschland, Mercedes-Benz, Heimplanet und Schenker für die Unterstützung.

Im Mai 2016 sind wir wieder mit #thepluses4 unterwegs.

← Zurück zu Tag 7 oder ↵ Starten mit Tag 1.

 

Fahrzeug: Nissan GT-R Black Edition MY15

Lackierung: Sunset Red
Felgen: Geschmiedete RAYS Superleichtbau-20″ Aluminiumfelgen im 10 Speichen Design
Polster/Leder: Recaro-Lederpolsterung Schwarz/Rot

Motor: V6-Bi-Turbo-Motor
Hubraum: 3.799cm3
Leistung: 404 kW (550 PS)
Drehmoment: 632 Nm
Getriebe: 6-Gang Doppelkupplungs getriebe
Antrieb: Allradantrieb
Beschleunigung 0-100 km/h: 2,7 s
Höchstgeschwindigkeit Vmax: 315 km/h

Türen/Sitze: 2/4
Verbrauch kombiniert: 11,8 l/100 km
CO2-Emission: 275 g/km

Preis Testfahrzeug: ab 98.000,- €

Live auf thepluses.de oder per Hashtag #thepluses3
Youtube: thepluses.

Die Vergangenheit:

thepluses2 im Überblick.
thepluses1 im Überblick.

Die Beteiligten:

Blog: Sebastian Bauer von passiondriving.de
Blog: Can Struck von driversgroove.com
Video: Cinephiles Köln
Musik: Theo P. Lewis

Bildquelle: Can Struck / Driver’s Groove

3 Antworten auf „Willkommen am Atlantik.| #thepluses3 (Tag 8)“

  1. Wie schon bei Youtube kommentiert: es war toll, Eure Reise so begleiten zu können, da will man glatt selbst gleich losfahren. 🙂

    Hat Euch eigentlich die Farbe des GT-R gefallen? Sunset Red gibt es ja erst seit kurzem, und soll wohl Goldpartikel enthalten. Wie ist denn da so der Effekt in der Sonne?

    1. Hi Robert,
      ich war erst skeptisch was die Farbe betrifft. Das andere, hellere Rot wäre mir lieber gewesen. Allerdings war ich dann tatsächlich überrascht wieviel Facetten der Lack hat. Die Bandbreite geht von eher etwas unansehnlichem Dunkelrot über kräftiges blutiges Rot bis hin zu grell leuchtendem Gelb-Rot. Teilweise je nach Lichteinfall war von Innen gesehen der rechte Aussenspiegel dunkelrot und der linke kräftig gelblich schimmerndes Hellrot. Ein klasse Lack! Der Effekt geht aber bei verschmutztem Lack vollständig verloren. Nach der Waschanlage am Sonntag war ich wieder sehr happy mit dem Lack 🙂

      Liebe Grüße
      Can

Kommentare sind geschlossen.