Wussten Sie… Was ist Trockensumpfschmierung?

Wie funktioniert die Trockensumpf-Schmierung?

Im Gegensatz zur klassischen Nasssumpfschmierung – oder auch Druckumlaufschmierung genannt – befindet sich bei der Trockensumpfschmierung kein Öl in einer Ölwanne unter dem Zylinder-Kurbelgehäuse. Normalerweise läuft das im Motor verteilte Öl nach unten ab und wird von dort mit einer Ölpumpe wieder an die benötigten Stellen gepumpt. Zusätzlich kühlt das Öl das Kurbelgehäuse. Bei sehr hohen Querbeschleunigungswerten kann dies jedoch zu Problemen führen, da die Pumpe nicht genug Öl aus der Ölwanne pumpen kann

Bei der Trockensumpfschmierung befindet sich das Öl in einem getrennten Behälter, aus dem es an die benötigten Stellen transportiert wird. Einmal durchgelaufen wird es an der Stelle, an der sonst das Öl landet, ebenfalls abgepumpt und wieder zurück in den getrennten Behälter befördert.

Dies hat besonders für Sportwagen ein paar entscheidende Vorteile:

  • Der Ölbehälter kann beliebige Mengen Öl beinhalten und ideal ausgeformt werden, somit hat auch bei hohen Fliehkräften die Ölpumpe genug Reserve um die Motorkühlung und -schmierung aufrecht zu erhalten.
  • Da das Öl nicht direkt unter dem Motor aufgefangen werden muss, kann der Motor sehr viel flacher ausfallen. Bei Sportwagen bedeutet das eine Absenkung des Schwerpunktes. Der Ölbehälter kann beliebig im Fahrzeug platziert werden.
  • Durch die größere Menge an Öl kann die Kühlleistung optimiert werden

Aufgrund der Aufwändigkeit der Konstruktion findet man die Trockensumpfschmierung hauptsächlich bei Sportwagen. Beispiele: Porsche, Mercedes-Benz SLS AMG, Audi R8, Corvette C6;

Daneben noch bei Motorrädern der Marken Harley-Davidson, KTM, BMW, Yamaha und Triumph.

Mehr Informationen zur Motorschmierung bei Wikipedia

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