Zwei Audis, die Route des Grandes Alpes und der perfekte Sternenhimmel #thepluses2

Lassen wir die Katze aus dem Sack: 975PS, 9,4 Liter Hubraum, 2500km und kein Dach.

Oder ein wenig ausführlicher: Ein Audi R8 V10 Spyder (525PS, 5,2l Hubraum), ein Audi RS5 Cabrio (450PS 4,2l Hubraum) und die Route des Grandes Alpes vom Genfer See ans Mittelmeer. So lässt sich #thepluses2 zusammenfassen.

Auf unserer Reise werden wir (Sebastian und ich) getrieben von der Suche nach dem perfekten Sternenhimmel. Die klare, kalte Luft hoch oben in den Bergen und die pure Einsamkeit inmitten der schroffen Landschaften dürften dafür die perfekten Zutaten sein. Viel zu selten geht unser Blick des Nachts noch gen Himmel, viel zu selten haben wir dieses Gefühl von allumfassender Ohnmacht, voller Einsamkeit und der Gewissheit nur ein kleines Molekül innerhalb eines Systems außerhalb unseres Vorstellungsvermögens zu sein.

Dort oben in den Bergen jenseits der 2.000 Meter Marke kann man dieses Gefühl eigentlich sogar ohne Sterne genießen. Es reicht der Blick über die schneebestäubten Berghänge und die im Sonnenlicht grell blitzenden Gletscher hinweg in ein Tal in weiter Ferne um zu merken wie mickrig klein man selbst doch ist. Und statt anschließend demotiviert und verängstigt zu sein hat es genau den gegenteiligen Effekt. Es füllt einen mit Leben und dem ekstatischen Gefühl sich hineinstürzen zu wollen in das Ungewisse. Über Allem zu stehen. Im wörtlichen Sinne.

Diesmal wollen wir die doppelte Dosis. Unter uns die Welt, über uns das All. Und wir mit unseren beiden Cabrios und den Zelten irgendwo dazwischen. Den knacksenden V10 und V8 Motoren lauschen während sich unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnen und sich die ersten Sterne am Himmel gegen das Schwarz des Universums abzeichen.

Wie ihr euch denken könnt besteht ein nicht zu unterschätzendes Risiko dass uns die Natur einen oder gleich mehrere Streiche spielt. Neumond haben wir zwar, nicht jedoch eine Garantie auf wolkenlosen Himmel. Eine Regenverzichtserklärung konnten wir auch nicht unterschreiben. Und schließlich dürfte Ende Mai der eine oder andere Ü2000’er noch gesperrt sein. Aber all das hält uns nicht davon ab es zu versuchen. Denn wer es nicht zumindest versucht, der wird es eh nie machen. Also: Auf das Cabriodach, laut brüllen und hoch den Berg! Wenn ihr wüsstet wie sehr ich mich schon auf den Widerhall der Audi-Hochleistungsmotoren an den Felswänden freue…

Die Details zu unserer 2500km Route:

Nach der 730 Kilometer Anfahrt am Samstag und Sonntag, den 24/25. Mai über Karlsruhe an den Genfer See nach Thono-les-Bains geht die eigentliche Route los.

Am Montag geht es von Thonon-les-Bains nach Bourg-Saint-Maurice, knapp 174km

Pässe auf der Strecke:
Col des Gets (1163 m)
Col de la Colombière (1613 m)
Col des Aravis (1487 m)
Col des Saisies (1650 m)
Cormet de Roselend (1967 m)

Dienstag von Bourg-Saint-Maurice weiter nach Guillestre, ein Stint von knapp 233km

Pässe auf der Strecke:

Col de l’Iseran (2764 m)
Col du Télégraphe (1566 m)
Col du Galibier (2645 m)
Col du Lautaret (2058 m)
Col d’Izoard (2360 m)

Mittwoch führt uns die Strecke von Guillestre nach Menton am Mittelmeer. 220km bis zum Ende der Route des Grandes Alpes

Pässe auf der Strecke:

Col de Vars (2109 m)
Col de la Cayolle (2326 m)
Col de Valberg (1673 m)
Col de la Couillole (1678 m)
Col Saint-Martin (1500 m)
Col de Turini (1607 m)
Col de Castillon (706 m)

 

Donnerstag soll es von Menton per Autobahn bis an den Bodensee gehen, eine Strecke von 610km. Freitag schließlich geht’s wieder nach Köln.

Auf die Mittwochs-Strecke freue ich mich ganz besonders. Der Moment wenn man zum ersten Mal das Mittelmeer erblickt muss unglaublich beeindruckend sein. Wenn man das ferne Blau zwischen den Gipfeln erhascht und nicht einschätzen kann ob es Himmel oder Wasser ist. Und irgendwann dann Gewissheit erlangt. Wenn man die weiße Gischt der Wellen erahnen kann oder die verschiedenen Blautöne von Himmel und Meer dann doch strikt voneinander getrennt sind und die dritte Unendlichkeit unseres Roadtrips preisgeben: Das Meer.

Die schönste Sache auf Erden. Mich umgibt immer Liebeskummer wenn ich auf das Meer hinaus blicke, das endlose Auf und Ab der Wellen beobachte und dem wütenden Tosen der Brandung horche.

Gibt es eine andere Sache auf der Welt die einen so schlagartig an allen Dingen des eigenen Lebens zweifeln lässt? Es ist fast wie ein liebevoller Faustschlag ins Gesicht der einem sagt „Hey, und du dachtest deine Sorgen seien wichtig? Du dachtest was du jeden Tag auf’s neue machst hätte eine Bedeutung?“ Die Antwort darauf lautet: Du hast es in der Hand. Mit dem Meer im Rücken und einer Idee im Herzen.

Ihr habt es bestimmt schon mitbekommen: Diesmal begleitet uns auch ein Kameramann. Jonas, der mit mir zusammen auch schon zwei Autovideos gemacht hat, wird unseren Trip im Bewegtbild festhalten. Dafür haben wir einen Extra Q7 inklusive Fahrer dabei und sind sehr gespannt was dabei rauskommen wird. Zumindest hoffen wir, dass zusätzlich zu den Gefühlen die wir in Text und Bild transportieren können, ihr somit noch ein wenig näher zu uns sein könnt und euch vielleicht ja sogar noch mehr motiviert fühlt auch mal einfach in ein Auto zu steigen und irgendwo hin zu fahren. Denn um nichts anderes geht es. Die Freiheit auf der Straße und den Spaß an der Maschine.

Wenn wir gefragt werden, was bei thepluses (1) anders war als bei anderen Roadtrips, so sagen wir immer: Es ging bei uns um den Weg, nicht das Ziel. Ihr habt die Strecken mitbekommen, habt gelesen was alles verrücktes passieren kann und passiert ist und wie befreiend es sein kann einfach in den Tag hinein zu fahren. Ohne Hotelreservierungen, ohne Zwangsstrecken. Unglaublich was man an zwei Tagen erleben kann. Hinterher fühlt es sich an, als ob man zwei Wochen unterwegs gewesen wäre und sich als Mensch dabei weiterentwickelt hat.

Bei thepluses2 wird es nicht anders sein. Sebastian und ich sind ein eingespieltes Team, legen auf genau die gleichen Dinge wert und haben eine ähnliche Art mit den Dingen umzugehen. Instinktiv treffen wir die selben Entscheidungen. Und das ist schließlich das Entscheidende bei einem solchen Trip. Man muss sich wohl fühlen, es muss zwischenmenschlich funktionieren und dann kommt der Spaß ganz von allein. Davon werden wir hoffentlich jede Menge haben und euch so gut es geht daran teilhaben lassen.

In zweieinhalb Wochen geht’s los. Markiert eure Kalender, behaltet das Hashtag #thepluses2 (Facebook) #thepluses2 (Twitter) im Auge und erzählt euren Freunden davon!

Bildquelle: Can Struck / Driver’s Groove

12 Antworten auf „Zwei Audis, die Route des Grandes Alpes und der perfekte Sternenhimmel #thepluses2“

  1. Ich würde für den Rückweg die Route Napoleon nehmen. Good luck! ( ab Juni sollten die Pässe offen sein)

    1. Hallo Alexander,

      ich befürchte wir haben auf dem Rückweg leider nicht mehr die Zeit für Abstecher sondern müssen direkt über die Autobahn fahren.
      Stand jetzt haben wir den Eindruck dass so einige der Pässe geschlossen sein werden. Obwohl der Winter mild war – doch soll hoch oben mehr Schnee als sonst gefallen sein.
      Kannst du etwas zur Route Napoleon sagen?

      Grüße
      Can

      1. http://www.route-napoleon.com

        Bin selber noch nicht gefahren, meine aber, es gibt keine Wintersperren hier. Grand alles ist schwieriger, da recht Höhe Pässe auf dem Weg sind, die sicher viel Schnee hatten…..

        1. Hi Alexander,

          na aber um genau die Pässe geht’s ja 🙂
          Hab mir die Route Napoleon jetzt auch mal angesehen. Klingt interessant, vielleicht findet sich ja bald ein anderes (etwas unsportlicheres) Auto, eher ein Cruiser also, mit dem man dann die Route fahren könnte. Danke für den Tipp!

          Grüße
          Can

          1. 🙂 dann also gut vorher checken, ob die Hohen auch wirklich schon offen sind. Manchmal helfenauch die webcams eine Idee von den Schneemengen zu bekommen.

          2. Hi Alexander,
            ja, wir haben auch schon ein Skript das uns per Mail mitteilt wenn sich der Status der Pässe im Internet ändert. Im schlimmsten Fall fahren wir so weit wie wir kommen, drehen um und fahren einen anderen Weg. Wir werden sehen. Eine Herausforderung mehr und damit ein Faktor mehr, der den Trip spannend machen wird 🙂

            Grüße
            Can

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